Am Donnerstag, 15. Januar, war Professor Dr. Gideon Greif, ein renommierter israelischer Historiker, zu Gast an der Marienschule. Professor Greif arbeitete über 30 Jahre bei der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem und ist außerdem Vorsitzender der Foundation for Holocaust Education Projects in Miami, Florida. Der durch seine Arbeiten zur Geschichte der Shoa, besonders aber des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau bekannte Historiker berichtete vor zwei Schülergruppen der Stufen 11 und 12 über seine Forschungen zum Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Thema der Vorträge: Die Todesfabrik Auschwitz-Birkenau als Ort einer industriellen Massenvernichtung. Sehr detailliert beschrieb Prof. Greif auf der Grundlage einer Fülle von Dokumenten und Bildmaterial den Tötungsprozess in den Gaskammern und Krematorien von Auschwitz-Birkenau sowie das Ergebnis zahlreicher Gespräche und Interviews, die er der mit den letzten Überlebenden der jüdischen „Sonderkommandos“ geführt hat, jenen Häftlingen, die gezwungen wurden, an der maschinellen Tötung teilzunehmen. Damit vermittelte der Vortrag ein klares Bild der Massentötung im größten der sechs Vernichtungslager, das Nazi Deutschland für die Verwirklichung der „Endlösung der Judenfrage“ errichtet hat.

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