Hannah hat es sich bequem gemacht: Vor dem Buch zu „Mumien“ hat sie ihren Schlafsack auf dem Boden ausgebreitet, die Bücher aus der Tasche geholt und schon mal angefangen, „Die Tribute von Panem“ zu lesen. Den Ansturm auf das Atelier im Turm um 18:30 Uhr hat sie hinter sich - gar nicht so einfach, die Treppen bis zum 3. Stock zu bezwingen, wenn man so bepackt ist.

An der Tür begrüßt ein Skelett die inzwischen 30 Leseratten. Das große Spinnennetz an der Wand lässt Merit in der gegenüber liegenden Ecke ihre Kuscheldecke ausbreiten, während Gerit es sich darunter bequem macht. Ihm machen die vielen Spinnen nichts aus.

Und dann geht’s auch schon los: Licht aus, Taschenlampe an, und Jan, der „Ritter für eine Nacht“, wird lebendig. Alle lauschen gebannt, wie Jan die Gespensterstunde auf Schloss Burg, äh Burg Greifenhorst verbringt. Natürlich glaubt er nicht an Geister, aber... Wie mucksmäuschenstill 30 Schülerinnen und Schüler sein können! Schwarze hohe Scheiben, flackernde Teelichte, gruselig blinkende Figuren: Das Büchereiteam um Frau Randerath hat eine tolle Atmosphäre geschaffen!

So wie Katharina aus der 5d sind viele Fünftklässler zum ersten Mal dabei, wenn’s um’s gemeinsame Lesen in der Marienschule geht. Als Grüppchen oder auch alleine sind sie gekommen. Sie alle sind neugierig und mutig und möchten gerne den anderen ihre Lieblingsbücher vorstellen: „Gregs Tagebuch“ oder auch „Michel aus Lönneberga“ Die „alten Hasen“ aus den 6. Klassen wissen schon, dass dem Vorlesen auch eine Zeit des Alleine-Lesens folgt. Dann liest der eine die Geschichte Jans von Christian Linker, einem ehemaligen Schüler der MSO, weiter, der andere „Harry Potter“ oder „Die Jagd nach dem geheimnisvollen Wollsiegel“ und der nächste vertieft sich in das „Lotta-Leben“. Nach einer kurzen Pause für eine kleine Stärkung und ein paar Abstecher in die dunklen Stockwerke der Schule kommt das Highlight des Abends: „Gregor und die graue Prophezeiung“. Und Rafael aus der 5d ist Gregor und vor allem dessen kleine Schwester Boots: ihr kindliches, unbedarftes, freundliches Gestammel setzt er gekonnt den Sorgen des großen Bruders gegenüber! Die ersten Lacher sind noch sehr vorsichtig - es ist ja schließlich dunkel, nur Rafaels Taschenlampe wirft Licht auf sein Buch, aber bald kann auch der letzte nicht mehr an sich halten. Dazwischen hört man keinen Laut, so spannend ist die Geschichte. Und keiner will mehr ein anderes Buch kennenlernen, keiner will mehr alleine Lesen: „Weiter-lesen, weiter-lesen, weiter-lesen“, skandieren 30 Kinder, als Rafael einmal abgelöst werden soll. So vergeht die Zeit wie im Fluge und plötzlich ist es 22 Uhr: Traurig packen die Zuhörer ihre sieben Sachen zusammen - schließlich warten die Eltern vor der Schule.

Neugierig geworden? Die Lesetipps findest Du auf der Homepage der Bücherei (http://mso-bibliothek.info), die nächste Lesenacht wird im Frühjahr 2018 stattfinden. Viele spannende und lustige Bücher und Hörbücher, aber auch Bücher zum Üben findest Du in der Bücherei - schau’ doch mal ’rein!

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