Teil 1: Grundlegung

1.1. Einleitung

Jeder Mensch wird als Gottes Ebenbild geboren. Er ist in dieser Gottesebenbildlichkeit einmalig. Sie ist Geschenk und Aufgabe zugleich: Geschenk, weil Gott jeden einzelnen Menschen mit reichen und vielfältigen Talenten, Fähigkeiten und Begabungen beschenkt hat; Aufgabe, weil er den göttlichen Auftrag hat, diese Talente zur bestmöglichen Entfaltung zu bringen. Die Kinder und Heranwachsenden in dieser Aufgabe zu unterstützen, ist ein Gebot für alle am Erziehungsweg Beteiligten.

Dabei müssen wir alle bedenken, dass jeder einzelne Mensch von Gott ins Leben gerufen und zu seinem eigenen Ziel berufen ist. Er kann von niemandem ersetzt werden und hat deswegen Anspruch auf Achtung seiner Individualität. Gleichzeitig erfährt er nur durch Einbindung in die menschliche Gemeinschaft den Schutz und die Hilfe, die zu seiner Entfaltung notwendig sind. In einer solidarischen und demokratischen Gemeinschaft lässt er seinerseits seinen Mitmenschen Schutz und Hilfe zuteil werden.

Wir alle wollen dazu beitragen, die Kräfte des Verstandes, der Phantasie, der Liebe, des Gemütes, des intuitiven Erfassens und schöpferischen Gestaltens, des seelischen Erlebens und moralischen Wertens, der sozialen Beziehungen und des Leibes zu wecken und dabei weder das eine überzubewerten, noch das andere verkümmern zu lassen. Wir wollen im Blick behalten, dass die Schöpfung den Menschen anvertraut wurde und dass es aller Generationen Aufgabe ist, sie in einer Weise zu bewahren, die auch künftigen Generationen ein lebenswertes, gottgefälliges Leben ermöglicht.

1.2. Schulträger

Die Marienschule ist ein staatlich genehmigtes Gymnasium in der Trägerschaft des Erzbistums Köln Sie wird im Sinne ihres Trägers im Geist des Evangeliums, dem Geist der Freiheit und Liebe und gemäß der Lehre der katholischen Kirche geführt. Der Schulträger sorgt für die personelle und finanzielle Ausstattung der Schule sowie für den Erhalt der Gebäude. Er übt die Rechts-, Dienst- und Fachaufsicht aus und kann in allen Schulangelegenheiten Weisungen erteilen.

1.3. Schulgemeinde

Alle am Schulleben unserer Schule beteiligten Personenkreise bilden gemeinsam die Schulgemeinde. Sie wirken in vielfältiger Weise am Bildungsauftrag der Schule mit: Bildung kann nur beim Zusammenwirken aller Kräfte gelingen. Ihr Umgang untereinander gründet auf gegenseitigem Vertrauen und ist geprägt durch eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung, die in der Gemeinschaft die Entfaltung der jeweils einzigartigen Persönlichkeit ermöglicht. Die Schulgemeinde gibt uns Halt in Zeiten des Leids und bereichert uns in Zeiten der Freude. Schulgemeinschaft

1.3.1. Schülerinnen und Schüler

Die Schülerinnen und Schüler bilden den Mittelpunkt der Schulgemeinschaft. Ihrem Wohl ist die ganze Schulgemeinde verpflichtet. Die Schülerinnen und Schüler, die zur Marienschule kommen, bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit. Mit der Aufnahme an der Marienschule haben sie Anspruch auf unsere fürsorgliche Unterstützung bei der ganzheitlichen Entwicklung ihrer Persönlichkeit.

Junge Menschen sind von Natur aus neugierig und haben ganz allgemein Freude am Lernen. Sie bereichern durch ihr vielfältiges Engagement die Schulkultur und werden darin durch positive Rückmeldungen bestärkt. Die Neugier und den Einsatz gilt es fruchtbar zu machen und positiv zu unterstützen. Die Schülerinnen und Schüler nehmen als eigenständige Persönlichkeiten am Schulleben teil und haben die Verpflichtung, ihrem Alter gemäß zunehmend Verantwortung für die Schulgemeinde zu übernehmen. So tritt der Schülerrat als Selbstverwaltungsorgan für die Belange der Jugendlichen ein.

1.3.2. Lehrerinnen und Lehrer

Die Lehrerinnen und Lehrer der Marienschule sind ihren Schülerinnen und Schülern verpflichtet und unterstützen sie auf einem Abschnitt ihres Lebensweges, begleiten und beraten sie und bieten ihnen nachhaltige Bildungs- und Orientierungsangebote für ihre Gegenwart und Zukunft.

Die Lehrerinnen und Lehrer setzen sich für die gemeinsamen Ziele der Schule ein, indem sie eine Kultur des Gesprächs und der Zusammenarbeit pflegen. Zugleich sind sie als Pädagogen nicht nur Fachleute für ihre jeweiligen Unterrichtsfächer und Vermittler von Kenntnissen und Fertigkeiten, sondern sind immer auch Vermittler christlicher Werte und Vorbilder gelebter Glaubensüberzeugung für die Schülerinnen und Schüler.

Die Lehrerinnen und Lehrer bilden mit ihrer je eigenen Persönlichkeit ein vielfältiges Identifikationsangebot für die ebenso verschiedenen Individuen der Schülerschaft. In ihrer Verschiedenheit, zu der neben der eigenständig verantworteten pädagogischen Professionalität auch die ihrer Lebenssituation und Berufung entsprechende Ausprägung ihres christlichen Glaubens zählt, erfahren die Lehrerinnen und Lehrer die Wertschätzung von Schülerinnen und Schülern und Eltern, die sie ihnen ihrerseits entgegenbringen.

In ihrer Aufgabe, Schülerleistungen zu bewerten, sind die Lehrerinnen und Lehrer der Marienschule sich der Tatsache bewusst, dass es sich bei jeder Bewertung nur um einen kleinen Ausschnitt des Lebens handelt, der in einem engen, schulischen Kontext steht, und dass eine Zeugnisnote niemals als Aussage über die Persönlichkeit einer Schülerin respektive eines Schülers missverstanden werden darf.

1.3.3. Eltern

Bei der Anmeldung ihrer Kinder in der Marienschule werden Eltern gleichzeitig Mitglieder der Schulgemeinschaft. Diese wird ihrem Namen, ihrem Wesen nur dann gerecht, wenn sich Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler auf Augenhöhe begegnen. Die Wertvorstellungen des Elternhauses und der Schule sollen - auch in ihren religiösen Werthaltungen - soweit übereinstimmen, dass die Erziehung als gemeinsame Aufgabe wahrgenommen werden kann. Die Eltern haben das Recht und die Pflicht, das Schulleben mitzugestalten. Ein ehrlicher, offener und vertrauensvoller Umgang zwischen Eltern und Lehrerschaft bildet die Basis einer guten Erziehung, verschafft den Schülerinnen und Schülern einen sicheren Rahmen, führt zu einer guten und reichen Schulzeit und sorgt dafür, dass Herz und Verstand der jungen Menschen Raum finden, sich zu bilden und zu entfalten. Elternengagement findet Platz in zahlreichen Gremien wie Schulpflegschaft, Schulkonferenz und auch in Arbeitsgemeinschaften und Initiativen. Eltern bereichern den Schulalltag ideell, zeitlich und finanziell. So unterstützen Eltern die Schule auf pädagogischer, sozialer und politischer Ebene und tragen damit zur Förderung der schulischen Bildung ihrer Kinder umfassend bei.

1.3.4. Schulleitung

Im Auftrag des Schulträgers leitet der Schulleiter die Schule. Er kann in Erfüllung der Aufgaben als Vorgesetzter allen an der Schule tätigen Personen Weisungen erteilen und nimmt das Hausrecht wahr. Die Schulleitung der Marienschule versteht ihre Aufgabe als Förderer der Fähigkeiten aller ihr anvertrauten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie als Ansprechpartner aller am Schulleben Beteiligten. Beginnend mit der Aufnahme neuer Schülerinnen und Schüler und der Einstellung neuer Lehrerinnen und Lehrer sowie von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen steht sie in besonderer Weise für die Verpflichtung der Schule ein, jedem Mitglied der Schulgemeinde einen fürsorglichen Umgang zukommen zu lassen. Bei schulischen Entscheidungen hat sie insbesondere das Wohl der Schülerinnen und Schüler im Blick.

Die Schulleitung schützt die pädagogische Freiheit und Verantwortung der Lehrerinnen und Lehrer, stärkt ihre Bereitschaft zu Engagement in der Schule durch Ermutigung, Entlastung und Anerkennung und bezieht sie durch Delegation von Aufgaben in die Gesamtverantwortung ein. Sie trägt die Verantwortung für die gelingende Kommunikation und Partizipation sowie für die Umsetzung von Entscheidungen.

1.3.5. Weitere Mitglieder der Schulgemeinde

Über die Lehrkräfte hinaus prägen viele weitere Personen das Schulleben: Vor allem der Schulseelsorger prägt das geistliche Leben an der Marienschule. Andere arbeiten im Sekretariat, als Hausmeister, in Mensa und Mittagsbetreuung, als Bundesfreiwilligendienstler, und, eine Besonderheit unserer Schule, als Schwestern der Kongregation der „Daughters of Divine Love“. Sie sind für die Schulgemeinschaft von großer Bedeutung und wirken durch ihr Beispiel und Vorbild am gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrag mit. Die Schülerinnen und Schüler erfahren Nähe, Wärme und neben praktischer Hilfestellung auch seelsorgerische Unterstützung.

1.4. Erziehungsziele

Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes sehen wir unsere Aufgabe darin, 
unsere Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Vertrauen in sich und ihre Welt zu entwickeln, Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben, verantwortlich mit sich und ihrer Welt umzugehen, eigene Schwächen zu akzeptieren, Überforderungen entgegenzuwirken, Lebenskrisen zu bewältigen und in der Gemeinschaft den notwendigen Beistand zu suchen und die Hilfe anzunehmen, die sie zu ihrer Entfaltung nötig haben. Dabei finden der Glauben und das kirchliche Leben in allen Facetten der Erziehung ihren angemessenen Platz. Die Persönlichkeitsbildung vollzieht sich ebenso auf der Grundlage einer fundierten fachlichen und methodischen Ausbildung des Geistes, des Körpers und der Seele. Dazu nutzen wir die Vielfalt der möglichen Unterrichtsformen, die Freiräume eröffnen, so dass Lernfreude und Bereitschaft zur Eigenverantwortung gestärkt werden.

Ein lebendiges Schulleben motiviert zur Übernahme von Verantwortung und zur Eigeninitiative und bietet Chancen, soziale Fähigkeiten zu erwerben und zu erproben. In diesem Prozess werden die Schülerinnen und Schüler von allen Gruppen der Schulgemeinschaft unterstützt.

Wir streben einen kooperativen und ermutigenden Erziehungsstil an, der allen erlaubt, sich in die Gemeinschaft einzubringen. Wir bemühen uns dabei, eigene und fremde Grenzen zu erkennen und zu respektieren. Den negativen Folgen bestehender sozialer Unterschiede treten wir daher bewusst entgegen, zum Beispiel durch den Einsatz für gewaltfreie Lösungen und den entschiedenen Verzicht auf ausgrenzendes Verhalten. Dialogbereitschaft und Toleranz sind genauso unverzichtbare Kompetenzen wie der Mut, Ungerechtigkeiten zu benennen und sich für deren Überwindung aktiv einzusetzen.

Als christliche Schule sehen wir uns gegenüber Menschen mit seelischen oder körperlichen Beeinträchtigungen in einer besonderen Verantwortung. Da sich alles menschliche Leben nur auf der Grundlage der Natur vollziehen kann, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit ihr notwendig, zumal sie als Schöpfung Gottes ihre eigene Würde hat. Ihre Bewahrung erfordert eine eindringliche Auseinandersetzung in allen Bereichen des Schullebens. Aufgrund unserer christlichen Wertorientierung suchen wir den offenen Dialog mit anderen Kulturen, Ethnien und Religionen und wenden uns entschieden gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung.

1.5. Schule als Lern- und Lebensraum

Die Marienschule versteht sich als offene Schule, die Raum für gemeinsames Lernen und Leben bietet. In gegenseitigem Vertrauen übernehmen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern und alle weiteren an der Schule beschäftigten Personen Verantwortung für die Gestaltung des Schullebens. Im Bewusstsein unserer Tradition und der Vielfalt der Bedürfnisse entwickeln alle diese Gruppen den Lern- und Lebensraum Schule weiter.

1.5.1. Lernraum Marienschule

Wir gestalten den Unterricht an der Marienschule so, dass Freiräume eröffnet und Lernfreude sowie Bereitschaft zur Eigenverantwortung gestärkt werden. In einer konzentrierten Lern- und Arbeitsatmosphäre werden Schülerinnen und Schüler als selbsttätige und selbstverantwortliche Persönlichkeiten ernst genommen. Die zur Verfügung stehende Lernzeit wird als wertvoll erachtet und zielgerichtet genutzt.

Die akademische Bildung erfolgt auf der Grundlage hausinterner Curricula, welche die Vorgaben des Landes und des Schulträgers in allen Fächern berücksichtigen. Sie ist Teil einer ganzheitlich verstandenen Bildung, welche Wissen und Können in einen ethischen und religiösen Zusammenhang stellt und damit die Vermittlung von Werten wie Respekt und vorurteilsfreiem Miteinander sowie von sozialen Fähigkeiten beinhaltet.

Im Wissen um das Spannungsverhältnis von Freiheit und Disziplin legen wir einerseits Wert auf Klarheit und Durchsetzung gesetzter Regeln, andererseits auf die Förderung alters- und entwicklungsgemäßer Autonomie und Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler für das Unterrichtsgeschehen. Wir streben eine Vielfalt der Unterrichtsformen an, in der auch offene Methoden wie Freiarbeit, Projektarbeit und kooperatives Lernen zentrale Bestandteile der Unterrichtsgestaltung sind.

Zur Schaffung eines positiven Lernklimas legen wir Wert auf ansprechende und freundliche Gestaltung der gesamten Schule. Eine gute Ausstattung der Fach- und Medienräume ermöglicht selbstständiges und schülerorientiertes Arbeiten.

Über den zeitlichen und räumlichen Rahmen des Unterrichts hinaus findet Lernen auf vielfältige Art und Weise auch an unterschiedlichen Lernorten außerhalb des Klassenraums und der Schule statt. Wir kooperieren dabei mit externen Partnern und Institutionen. Wandertage, Exkursionen, Studienfahrten, Besinnungstage, Arbeitsgemeinschaften (AGs) sowie religiöse und weltliche Feiern sind wesentlicher Bestandteil des Bildungsangebots und verbinden Lern- und Lebenswelt an der Marienschule.

1.5.2. Lebensraum Marienschule

Die Zeit, die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer an der Marienschule verbringen, besteht zum überwiegenden Teil aus Unterricht. Die Marienschule versteht sich aber nicht als reine Unterrichtsanstalt. Schon die Unterrichtszeit selber sehen wir als Lebenszeit, die von Lehrerinnen und Lehrern und Schülerinnen und Schülern verantwortlich gestaltet wird: Lernen und Leben gehen Hand in Hand. Wir sind eine Schule, die sich guten Ideen und Initiativen gegenüber aufgeschlossen zeigt. Um den Unterricht herum gruppieren sich eine ganze Reihe von Aktivitäten, die von diesem Selbstverständnis geprägt sind.

Hier sind zunächst die Pausenzeiten zu nennen, die den Schülerinnen und Schülern durch ein unterschiedliches, altersangepasstes Angebot aktive Entspannung ermöglichen sollen. Die aktive Mitarbeit von Eltern spielt hier eine herausragende Rolle.

Außerhalb der Unterrichtszeit werden unterschiedliche AGs angeboten. Auch kurzfristigere Projekte wie z.B. Musicals haben neben den normalerweise langfristig angelegten AGs ihren festen Platz. Schülergruppen können dabei weitgehend selbstständig Räume und Ressourcen der Marienschule nutzen. Jedes Mitglied der Schulgemeinschaft kann AGs und Projekte anbieten. Dies gilt auch für ehemalige Schülerinnen und Schüler.

Gemeinsame Feste und gottesdienstliche Feiern haben einen hohen Stellenwert. Sie strukturieren und prägen das Schuljahr. Dabei wird in besonderer Weise deutlich, dass der Lebensraum Marienschule auch Glaubensort ist.

Alljährlich dokumentieren wir im Jahrbuch der Marienschule ausführlich das Schulleben. Außerschulische Partner spielen für unser Selbstverständnis ebenfalls eine große Rolle: Wir nehmen an Wettbewerben teil, arbeiten mit anderen Institutionen zusammen, schließen Kooperationsverträge und nutzen außerschulische Lernorte. Wir sind in besonderer Weise dem europäischen Gedanken verpflichtet und pflegen daher vielfältige Kontakte zu Schulen im europäischen Ausland.

Teil 2: Ausgestaltung

Bildung an der Marienschule wird als ein ganzheitlicher und integrativer Prozess verstanden. Daher dient die Kapitelgliederung in „Schule als Lernraum“ und „Schule als Lebensraum“ sowie Öffnung von Schule – Offene Schule“ nur der Nachvollziehbarkeit der äußeren Struktur dieses Schulprogramms.

2.1 Schule als Lernraum

Die Marienschule erfüllt in Hinblick auf die angebotenen Schulabschlüsse die Vorgaben der vom Schulministerium herausgegebenen Fachlehrpläne. Als Schule in freier katholischer Trägerschaft setzt sie in diesem Rahmen gezielt eigene Schwerpunkte.

2.1.1 Fächerangebot und Abschlüsse

Fächerangebot in der Sekundarstufe I

Der Unterricht erfolgt auf der Grundlage der gesetzlich festgelegten Stundentafel. Darüber hinaus bieten wir in den Stufen 5-9 eine Ordinariatsstunde (Stunde für Klassenangelegenheiten) und in den Stufen 5 und 6.1 das Fach Kompetenztraining mit einer Wochenstunde an.

Die Sprachenfolge sieht Englisch als erste Fremdsprache ab Klasse 5 und Latein oder Französisch als zweite Fremdsprache ab Klasse 6 vor. Bereits mit der Schulanmeldung wählen die Schülerinnen und Schüler ihre zweite Fremdsprache. Dadurch können die anfangs zusammengesetzten Klassen bis zum Ende der Klasse 9 bestehen bleiben. Die Wahl der zweiten Fremdsprache kann bis zum Ende der Klasse 5 revidiert werden.

Als dritte Fremdsprache kann Französisch oder Lateinisch oder Spanisch im Rahmen des Differenzierungsbereiches ab Klasse 8 gewählt werden Das Zustandekommen dieser Kurse ist vom jeweiligen Wahlverhalten der Schülerinnen und Schüler abhängig. Alternativ werden im Differenzierungsbereich folgende Kurse angeboten:

  • Chemie/Biologie mit Biologie/Erdkunde im Wechsel
  • Informatik
  • Szenisches Spiel

Fächerangebot in der Sekundarstufe II

In der Oberstufe (Stufen 10 – 12) werden folgende Fächer angeboten:

Schulabschlüsse

Die Schülerinnen und Schüler der Marienschule schließen den Schulbesuch mit dem Abitur nach der Jahrgangsstufe 12 ab. Am Ende der Stufe 10 erwerben sie in der Regel die Fachoberschulreife und am Ende der Stufe 11 den schulischen Teil der Fachhochschulreife.

2.1.2 Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

Das Kollegium, Teilgruppen der Lehrerschaft und einzelne Lehrerinnen und Lehrer der Marienschule nehmen regelmäßig an fachwissenschaftlichen und pädagogischen Fortbildungen teil. Darüber hinaus dienen Fortbildungen der Weiterentwicklung der ganzen Schule. Für Lehrerinnen und Lehrer besteht die Möglichkeit, ein Supervisionsangebot zu nutzen, das sich zum Ziel gesetzt hat, die eigene Arbeit zu reflektieren und weiter zu verbessern.

Die Fachkonferenzen sichern auf der Grundlage der Kernlehrpläne und der auf ihrer Basis entwickelten hausinternen Fachlehrpläne die verbindliche Umsetzung der vorgegebenen Inhalte und angestrebten Kompetenzen.

Die Qualitätssicherung an der Marienschule wird sowohl von Landes- als auch von Schulträgerseite wahrgenommen, z.B. durch landesweit zentral gestellte Klausuren, Lernstandserhebungen, Schulinspektion. Darüber hinaus wird eine enge Kooperation bei den Inhalten, Fachmethoden und Bewertungsmaßstäben innerhalb der Fachkollegien angestrebt. Die Fächerprofile schließen die Orientierung an christlichen Fragestellungen ein.

2.1.3 Unterrichtsstruktur

Seit der Einführung des Abiturs nach 12 Jahren (G8) findet für die Klassen 6 bis 9 jeweils einmal in der Woche ein Langtag statt: Die Schülerinnen und Schüler können in der Mensa das Mittagessen einnehmen und erhalten vom Kolping-Bildungswerk, dem Bibliotheksteam und Lehrerinnen und Lehrern gestaltete Angebote für ihre Mittagspause. Der festgesetzte Wochentag des Langtages (Montag, Mittwoch oder Donnerstag) bleibt für eine Klasse während der gesamten vier Schuljahre bestehen, um den Schülerinnen und Schülern ausreichend Raum für ihre Freizeitgestaltung zu ermöglichen und ihnen dabei Planungssicherheit zu geben. Unterricht am Langtag kann bis zur 10. Stunde (16.30 Uhr) dauern. Ansonsten endet der Unterricht der Klassen 5 bis 9 in der Regel nach der 6., spätestens jedoch nach der 7. Stunde. Einzelne Stunden der Fremdsprachenangebote der Differenzierung (Stufe 8/9) und die Arbeitsgemeinschaften können auch später am Tag stattfinden.

Der Unterricht der Oberstufe findet größtenteils in der 1. bis 8. Stunde statt, nur einzelne Kurse, insbesondere im Bereich der neu einsetzenden Fremdsprachen und des Sports, reichen bis zur 12. Stunde, die um 18.00 Uhr endet.

Der Unterricht ist überwiegend in Doppelstunden organisiert. In zwei festen Doppelstundenblöcken am Vormittag gibt es keine 5-Minuten-Pause. So können Lehrerinnen und Lehrer die Lernzeit flexibel strukturieren.

2.1.4 Besondere Schwerpunkte

Arbeit in der Erprobungsstufe

Der Unterricht in der Erprobungsstufe wird durch folgende Maßnahmen und Angebote ergänzt:

  • Kennenlerntag vor dem Wechsel zur Marienschule
  • Einführende Projekttage zu Beginn der Klasse 5
  • Patensystem durch Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 zur Erleichterung des Übergangs von der Grundschule auf die Marienschule
  • Projekt Freiarbeit in einer Eingangsklasse bis zur 7. Stufe
  • Schulprogramm_Erprobungsstufe in Klasse 5 und 6.1
  • Suchtprophylaxe ab Klasse 6
  • Angebote zur individuellen Förderung
    • Rechtschreibtraining in Klasse 5
    • in den schriftlichen Fächern ab Klasse 6.2. Hier ist unsere Schule im Netzwerk individuelle Förderung, in welchem fünf verschiedene Schulen vertreten sind, aktiv.
    • Schülerrats-Projekt „Schüler helfen Schülern

Arbeit in der Mittelstufe

Neben der Förderung der individuellen Leistung ist uns die Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung insbesondere in der Mittelstufe ein wichtiges Anliegen. Hierzu finden an der Marienschule unterstützende Projekte und Aktivitäten statt:

Arbeit in der Oberstufe

Eine intensive Kooperation zwischen Lernenden und Lehrenden bietet Orientierungshilfe in Laufbahnfragen:

  • Fächerwahl (ausführliche, wiederholte Einzelberatung; breites Kursangebot; Laufbahnbegleitung)
  • persönliche Betreuung durch Tutorinnen und Tutoren: Freie Wahl aus dem Kreis der unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer
  • Individuelle Beratung durch Oberstufenkoordinator/in und Beratungslehrer/in
  • Förderangebote: Vertiefungskurse
  • Berufsberatung und Praktika: Sozial- und Berufspraktikum, Berufsberatung durch Eltern, Berufsinformationszentrum, Bildungsmesse

Medienerziehung

Traditionelle und neue Medien sind ein wichtiger Baustein für Bildung und in der Unterrichtsgestaltung. Der sinnvolle und verantwortungsvolle Umgang mit Medien muss angeleitet und eingeübt werden. Dies geschieht in der Marienschule auf vielfältige Weise im Fachunterricht und im außerunterrichtlichen Bereich.

  • Nutzung der schuleigenen Bücherei und des Selbstlernzentrums
  • Nutzung von Informationstechnologie
  • Erlernen von Standardsoftware in der Schule,
    • Textverarbeitung im Deutschunterricht der Stufe 5
    • Tabellenkalkulation in Mathematik der Stufe 7-8
    • Präsentationsprogramme im Religionsunterricht der Klasse 9
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Computerspielen, sozialen Netzwerken im Deutschunterricht der Stufe 9
  • Zeitungsprojekt im Deutschunterricht der Klasse 8
  • Filmanalyse im sprachlichen Unterricht
  • Filmerstellung zum Beispiel in Literaturkursen

Alternative Unterrichtsformen

Als besondere Unterrichtsform wird derzeit in einer Erprobungsphase in je einer Klasse der Stufen 5 und 6 in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und einem weiteren Fach (im vierteljährlichen Wechsel) Freiarbeit im Umfang von vier Wochenstunden praktiziert. Projektarbeit zur Förderung selbstständigen Lernens ist etabliert und bereichert unser Schulleben, zum Beispiel * Fahrradtraining „Beweis Köpfchen“, organisiert von SR-Vertretern und Sportlehrerinnen und -lehrern * Misereorprojekt in Verbindung mit einem Spendenlauf (Politik / Religion, Klasse 6) * Projekttage auf dem NaturGut Ophoven (Biologie oder Geschichte, Klasse 6) * Projekte zu gängigen Computeranwendungen (Textverarbeitung / Tabellenkalkulation / Präsentation; s.o.) * Suchtvorbeugung (Biologie / Politik, Klasse 7) * Informationen zu Cyber-Mobbing durch das SR-Gremium für Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe * Zeitungsprojekt (Deutsch, Klasse 8) * Theater- und Filminszenierungen (Literatur, Stufe 11)

Projekttage, Schulfeste und Sportfeste finden im regelmäßigen Wechsel statt. Ihr Erlös kommt häufig karitativen Zwecken zugute.

Die Fremdsprachen sowie die Fächer Deutsch, Musik, Kunst, Politik, Geschichte, Mathematik, Biologie Chemie, Sport nehmen, zum Teil regelmäßig, an Wettbewerben teil.

Arbeitsgemeinschaften stellen, auch in ihrer Vielfalt, eine wichtige Bereicherung des Lernraums Schule dar. Sie fördern besondere Interessen, Talente und Begabungen. Angebote für AGs gehen von Eltern-, Lehrer- und Schülerseite aus. Die Einrichtung der AGs hängt von der persönlichen Initiative Einzelner ab, sodass das Angebot häufig wechseln kann.

2.1.5 Beratung

Schülerinnen und Schüler finden ebenso wie die anderen Mitglieder der Schulgemeinde bei allen Lehrerinnen und Lehrern vielfältige Unterstützung und Beratung. Dazu gehören insbesondere:

  • Laufbahnberatung: Planung der Fächerwahl für die gesamte Oberstufe ab Stufe 9
  • Berufsberatung
  • Beratung durch Klassenlehrer/innen, Stufenkoordinatoren/innen, Schülerrat-Verbindungslehrer/innen und Tutor/innen
  • Einzelfallberatung bei Lern-, Leistungs- und Verhaltensproblemen, in Konflikten und Krisen durch speziell ausgebildete Beratungslehrerinnen und –lehrer und Mitglieder des Krisenteams
  • Unterstützung durch den Schulseelsorger
  • Beratungstätigkeit durch Mitglieder der Schulpflegschaft

2.2 Schule als Lebensraum

2.2.1 Begegnung und Identitätsbildung

Das Leben an der Marienschule zeichnet sich durch eine Vielfalt von Begegnungen und Aktivitäten aus. Es bedarf des Engagements und der Impulse aller und bezieht daraus seine besondere Dynamik, unterliegt aber auch ständigen Veränderungen. Es bietet den Schülerinnen und Schülern auf verschiedenen Ebenen Möglichkeiten, in einer komplexer werdenden Gesellschaft eigene Fähigkeiten zu erproben und Facetten eigener Identität zu entwickeln und zu festigen.

Als Rahmen dieses Lebens streben wir eine besondere Kultur des Miteinanders an, die geprägt ist von Achtsamkeit, Rücksichtnahme und demokratischem Verständnis. Grundlage dieser Kultur ist das christliche Menschenbild, das den Schulalltag und die Schulpastoral prägt.

Die religiöse Werteerziehung bezieht an der Marienschule zahlreiche Aktivitäten im Bereich des sozial-karitativen Engagements sowie die Umweltbildung im Sinne einer Bewahrung der Schöpfung ein.

2.2.2 Glaubensort

Religiöser Mittelpunkt sind die regelmäßig in der Schulkapelle oder auch der benachbarten Pfarrkirche St. Remigius stattfindenden Gottesdienste und das Morgengebet in allen Klassen und Kursen. Dem Selbstverständnis einer Schule in katholischer Trägerschaft entsprechend feiern alle Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern Schulgottesdienste. Die evangelischen Schülerinnen und Schüler nehmen mehrmals pro Halbjahr an eigenen Gottesdiensten mit den örtlichen Pfarrern teil.

Der Schulseelsorger steht darüber hinaus der Schulgemeinde als Ansprechpartner, Zuhörer und Berater zur Seite. Des Weiteren begleitet er die Schülerinnen und Schüler auf Domwallfahrten und der jährlichen Wallfahrt der Klassen 6 und organisiert die einwöchigen Besinnungstage für die Jahrgangsstufe 9, in denen die Schüler Gelegenheit erhalten, ihr Glaubensleben zu diskutieren und zu vertiefen.

Auf eine jahrzehntelange Tradition blicken die wöchentlichen Frühschichten im Advent zurück. Sie bieten der Schulgemeinschaft mit gemeinsamem Gottesdienst und anschließendem Frühstück eine besondere Form gemeinsamer Besinnung in der Vorweihnachtszeit an und laden zum Gespräch ein.

Ein zwei- bis dreiwöchiges Sozialpraktikum mit Reflexionstag ermöglicht den Schülerinnen und Schülern in der Jahrgangsstufe 10 vielfältige Einblicke in den Bereich sozialer Projekte und Dienstleistungen und stärkt die Herausbildung gesellschaftlicher Verantwortung in der Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen.

Der Gospelchor „Amazingers“, dessen Organisation und Leitung seit seiner Gründung in der Hand von Schülerinnen und Schülern und Ehemaligen liegt, hat sich die Förderung geistlicher Musik zum Ziel gemacht, die er in Konzerten und der Mitgestaltung von Gottesdiensten auch in den außerschulischen Bereich trägt.

Wir fühlen uns als christliche Schulgemeinde mit der Orts- und Weltkirche verbunden. Dies zeigt sich in gemeinsamen Aktionen mit der Nachbargemeinde St. Remigius, dem Stadtdekanat Leverkusen und dem katholischen Bildungswerk. Auch auf die ökumenische Zusammenarbeit mit der evangelischen Ortsgemeinde wird Wert gelegt. Es bestehen zahlreiche Verbindungen mit den Hilfswerken der katholischen Kirche, namentlich Adveniat und Misereor. Darüber hinaus bereiten Schülerinnen und Schüler der Marienschule Gottesdienste im benachbarten St. Remigius Krankenhaus vor und feiern diese mit den Kranken.

Sozial-karitatives Engagement findet in der Marienschule in folgenden Bereichen seinen Ausdruck:

Seit 1973 besteht eine Entwicklungspartnerschaft mit der Missionsstation Dhani (#Dhani) in Indien. Das ist eine Einrichtung unseres früheren Schulträgers, der „Armen Dienstmägde Jesu Christi“. Die Missionsstation verfügt über eine Schule, ein Krankenhaus, führt Ausbildungsprogramme durch und unterhält eine Leprastation. Die Partnerschaft vollzieht sich vor allem durch finanzielle Unterstützung über zahlreiche Aktivitäten an der Schule wie Bücherbasar, Kuchenverkauf und Kollekten.

Seit 1990 besteht eine Zusammenarbeit mit Misereor bei Projekten der Entwicklungshilfe. Diese hat ihren Schwerpunkt in der Begegnung mit Projektleitern und -mitarbeitern aus Projekten in Afrika, Lateinamerika und Asien an der Marienschule anlässlich der jährlichen Fastenaktion von Misereor. Die Schülerinnen und Schüler lernen deren Entwicklungsprojekte kennen und unterstützen diese finanziell mit dem Erlös aus einem Spendenlauf in der Klasse 6.

Mit dem Auftrag der Bewahrung der Schöpfung bemühen wir uns an der Marienschule, unsere Lebenswelt im Sinne der Erhaltung unserer natürlichen Umwelt und einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten. Im Rahmen ganzheitlicher Umweltbildung bietet die Schule:

  • einen großen Schulgarten mit Teichanlage als Aufenthalts- und Erholungsort
  • Praxis- und projektorientiertes Arbeiten im Schulgarten (AG-Bereich)
  • Mülltrennung in den Klassenräumen und Recycling (CDs, Batterien, Korken, Tonerkartuschen), Kompostierung von Bioabfällen
  • Produkte aus artgerechter Tierhaltung sowie hochwertige Nahrungsmittel aus der Region (Bergisch Pur) in der Cafeteria

2.2.3 Freizeit, Begegnung und Gespräch

Um die Schülerinnen und Schüler für neue, außerunterrichtliche Bereiche zu begeistern, bietet die Marienschule eine große Bandbreite an AGs an und ermöglicht Schülerinnen und Schülern und Ehemaligen, eigene Projekte zu verwirklichen. Beispiele sind das "Junge Musical Leverkusen" und von Schülerinnen und Schülern initiierte und durchgeführte Theaterprojekte. Diese Aktivitäten geben den Schülerinnen und Schülern große Gestaltungsfreiheit für persönliches Engagement in ihrer Freizeit. So übernehmen sie weit über das unterrichtliche Maß hinaus Verantwortung für das Erreichen ihrer Ziele und für die Räume und technische Ausstattung der Schule. Gemeinsame Klassenfahrten und Wandertage mit der Lerngruppe sowie Feiern innerhalb der Schulgemeinschaft tragen entscheidend zum Wir-Gefühl und der Kultur des Miteinanders an unserer Schule bei. Zahlreiche Einzelinitiativen führen dazu, dass die Schülerinnen und Schüler die Marienschule nicht nur als Lernort wahrnehmen.

2.2.4 AG-Bereich

Arbeitsgemeinschaften werden im geisteswissenschaftlichen, literarischen, musisch-kreativen, sportlichen und naturwissenschaftlichen Bereich angeboten. Sie sind Ausdruck eines ganzheitlichen Bildungsangebots an der Marienschule. Schülerinnen und Schüler erbringen auch in AGs Dienstleistungen für die ganze Schulgemeinschaft: als Helfer in der Bibliothek, als Schülerlotsen, im Schulgarten, nach entsprechender Fortbildung im Schulsanitätsdienst und bei der Durchführung des Patenprojektes. Bei der Administration der Computerräume, der Betreuung der elektronischen Tafeln und der der Homepage leisten Schülerinnen und Schüler wichtige Beiträge.

2.2.5 Klassenfahrten und Wandertage

Die maximal drei Wandertage pro Schuljahr, die Klassenfahrten in den Stufen 6 und 9 sowie die Tage der religiösen Besinnung in Stufe 9 dienen der Stärkung der Klassengemeinschaft, dem Teilen gemeinsamer Erlebnisse und der Förderung der Selbstständigkeit der Jugendlichen. Zugrunde liegen oft erlebnispädagogische und sportliche Aktivitäten.

2.2.6 Gemeinsame Feste und Feiern

Die Schule ist ein Ort für gemeinsame Feste und Feiern. Dazu gehören:

  • Schulfeste und Jubiläumsfeiern
  • Abiturfeier
  • Weihnachtsfeiern,
  • Klassen- und Sommerfeste, organisiert von Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrerinnen und Lehrern und Eltern
  • Karneval, organisiert von der Karnevals-AG
  • vom Schülerrat organisierte Aktivitäten wie Stufen- und Mottopartys

2.2.7 Informationsaustausch, Transparenz und Wissen voneinander

Im komplexen System einer großen Schule ist ein gut organisierter Informationsaustausch un-abdingbar, um Vorgänge transparent und Abläufe und Ereignisse für alle erkennbar werden zu lassen. Die Marienschule erreicht dies auf verschiedene Weise durch:

  • die interne Online-Kommunikationsplattform MSO Intern
  • die von einer AG gestaltete und betreute Homepage der Marienschule (www.marienschule.com)
  • den monatlich erscheinenden „Newsletter“ mit Terminen und Veranstaltungshinweisen
  • das Marienschuljahrbuch – Maja mit umfangreichen Berichten aus dem vergangenen Schuljahr

Zusätzlich bieten wir Informationsabende für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern zu wichtigen, die Schullaufbahn betreffende Entscheidungen und Ereignissen wie:

  • Fremdsprachen- und Differenzierungskurswahlen
  • Erfahrungen mit Auslandsaufenthalten
  • Einstieg in die Oberstufe
  • Klassen- und Stufenfahrten

2.2.8 Zusammenarbeit und Engagement aller Gruppen der Schulgemeinde

Der besondere Geist unserer Schule zeigt sich in der Bereitschaft zu guter Zusammenarbeit und in großem Engagement vieler Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Viele Lehrerinnen und Lehrer tragen ihren Stärken und Neigungen entsprechend über ihre Unterrichtsverpflichtung hinaus zur Bereicherung des Schullebens bei. Ein großer Teil der an der Schule etablierten außerunterrichtlichen Aktivitäten existiert dank ihrer Initiative und ihres dauerhaften Arbeitseinsatzes. Die Schülerratsgremien der letzten Jahre haben eine Reihe von Aktivitäten dauerhaft in den Schulalltag integriert. Die Bereitschaft, sich für die Schulgemeinschaft und die Mitschüler einzusetzen, zeigt sich unter anderem in der Mitarbeit als Schulsanitätsdienst, Schülerlotse, in der Gestaltung der „Bewegten Pause“, in der vom SR organisierten Nachhilfeaktion „Schüler helfen Schülern“ und durch die Übernahme einer Patenschaft für neue Fünftklässler. In vielen AGs übernehmen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern ihrer Entwicklung und ihren Fähigkeiten entsprechend Verantwortung für das Gelingen ihrer Projekte. Für die Umsetzung neuer Ideen erhalten Schülerinnen und Schüler vielfältige Unterstützung durch die Schulgemeinschaft. Zum Geist der Kooperation und gegenseitiger Unterstützung tragen die Hausmeister, Sekretärinnen, Mitarbeiterinnen des Kolping-Bildungswerks in Mensa und Mittagsbetreuung, Ordensschwestern und viele ehrenamtlich tätige Eltern sowie außerschulische Partner bei.

Eltern arbeiten in vielfältiger Weise engagiert an der konkreten Ausgestaltung des Lern- und Lebensraumes Marienschule mit und tragen so für die Ziele der Schule Sorge. In besonderer Form gilt dies für die verantwortliche Arbeit in der Cafeteria und der Bücherei und Selbstlernzentrum. Darüber hinaus übernehmen Eltern auch in folgenden Bereichen verantwortungsvolle Aufgaben, mit denen sie zum Gelingen verschiedener außerunterrichtlicher Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag leisten und so das Schulleben bereichern:

  • Berufsorientierung
  • Mitarbeit bei Schreibwettbewerb und Projekttagen sowie in der Chorgemeinschaft
  • thematische Elternabende
  • Unterstützung der Arbeit in den Klassen
    • durch Begleitung von Wandertagen und Exkursionen,
    • Hilfe bei der Gestaltung der Klassenräume,
    • Mitarbeit beim Projekt „Faires Streiten“ und
    • gute Kontakte untereinander und zu den Lehrerinnen und Lehrern bei Pflegschaftsabenden, Feiern und informellen Begegnungen

Bei der Darstellung der Schule nach außen und der Wahrung ihrer Interessen sind die Kontakte der Elternvertreter zum Schulträger und zu politischen Institutionen sowie ihre Mitarbeit in Elternverbänden von großer Bedeutung.

Alle drei Gruppen tragen gemeinsam Sorge für das Wohl der Schule durch die Arbeit in den Mitbestimmungsgremien. Insbesondere in den gemeinsamen Gremien, der Schulkonferenz und der Erziehungsmaßnahmenkonferenz, besteht ein ständiges Bemühen um einvernehmliches Entscheiden, das den Grundsätzen der Erziehungs- und Bildungsarbeit unserer Schule in gemeinsamer Verantwortung und Sorge gerecht wird.

Einen wesentlichen Beitrag für das gemeinsame Bemühen von Elternhaus und Schule, den Schülerinnen und Schülern gute Lernvoraussetzungen zu bieten, leistet der „Verein der Freunde und Förderer der Marienschule". Ohne seine vielfältige Unterstützung in allen Aufgabenbereichen des Lehrens und Lernens würde die Marienschule das hohe Niveau ihrer Bildungsarbeit nicht aufrechterhalten können.

Neben der Unterstützung der Bildungsaufgaben sieht sich der Förderverein auch der Pflege des Kontaktes der Mitglieder und der ehemaligen Schülerinnen und Schülern verpflichtet. Die Tatsache, dass viele Ehemalige auch nach Verlassen der Schule weiter Mitglied des Fördervereins bleiben, zeigt, dass es der Schule gelingt, einen Lern- und Lebensraum zu schaffen, dem sich viele dankbar verbunden fühlen.

2.2.9 Gestaltung innerer und äußerer Räume

Die Marienschule legt besonderen Wert auf die Qualität der Gestaltung der Gebäude sowie der Außenanlagen. Lernen kann nur dann gut gelingen, wenn die Lernräume und das Lernumfeld ästhetisch ansprechend gestaltet sind, zum Verweilen und zur Entspannung einladen und gerade auch für die jüngeren Schülerinnen und Schüler Bewegungsmöglichkeiten anbieten.

Im Außenbereich der Marienschule befinden sich ein großer, überdachter Pausenhof, der Schulgarten sowie Freiflächen mit Bänken und Angebote für Sportaktivitäten, z.B. Tischtennisplatten und Geräte für Bewegungsspiele.

Der Schulgarten bietet gerade für die Erfordernisse der langen Unterrichtstage gute Möglichkeiten zur Entspannung und Regeneration. Im Innenbereich finden sich entsprechende Möglichkeiten vor allem in der Cafeteria und der Bibliothek. Das Erzbistum Köln als Schulträger der Marienschule stellt die für die Ausgestaltung dieser Räume erforderlichen Mittel zur Verfügung. Die Schulgemeinde beteiligt sich an dieser Ausgestaltung mit zahlreichen Aktivitäten (Möblierung, Farbgebung, Gestaltung der Wände mit Zeichnungen und Fotos, gärtnerische Gestaltung im Außenbereich u.v.a.m.).

Die Erhaltung dieser Räume kann nur dann gelingen, wenn alle daran mitwirken. Dazu gehören Vorsicht und Sorgfalt im Umgang mit der Ausstattung und die gemeinsame Sorge für Sauberkeit und Ordnung in den Klassenräumen. Damit verbunden ist die Einhaltung gemeinsam vereinbarter Regeln.

2.3 Öffnen von Schule – Offene Schule

Die Marienschule möchte nach außen wirken, aber auch vielfältige Anregungen aufnehmen.

2.3.1 Klassen- und Studienfahrten

Im außerunterrichtlichen Bereich dienen auch Kurs- und Klassenfahrten dazu, die soziale Kompetenz mit kognitivem Lernen zu verknüpfen:

  • Klassenfahrt der Erprobungsstufe (Stufe 6, 5-tägig)
  • Besinnungstage (Stufe 9, 3 1/2 -tägig)
  • Englandfahrt auf freiwilliger Basis (Stufe 8, 5-tägig)
  • Abschlussfahrt der Mittelstufe (Stufe 9, 2-tägig; bei Reiseziel Berlin 3-tägig)
  • fach-/kursgebundene Studienfahrt der Stufe 12 (i.d.R. ins europäische Ausland), bis 7-tägig

Außerdem können Schülerinnen und Schüler der Oberstufe an einer Skifreizeit teilnehmen.

2.3.2 Internationale Schulkontakte

Das Erlernen fremder Sprachen dient unseren Schülerinnen und Schülern als Instrument der Weltaneignung, die sie in verschiedenen internationalen Begegnungen praktisch erproben können. Zudem werden sie auf eine globalisierte Welt vorbereitet. Der interkulturelle Gedankenaustausch führt zur Bereicherung der Persönlichkeit.

Schülersprachaustausch

  • Villeneuve d‘Ascq, Frankreich (Collège, Stufe 8-9)
  • Romford, Greater London, Großbritannien (Stufe 7-9, im Aufbau)

Internationale Schulprojekte

  • wiederholte Teilnahme am Comeniusprogramm der Europäischen Union (2002, 2009-2011 als koordinierende Schule und 2012-2014), Erasmus+ Schule seit Novwember 2016 bis 2018
  • Tarnów, Polen: Austauschprojekte mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten seit 2002
  • Romford, Greater London, England: Austauschprojekte mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten seit 2009

Individuelle Austauschmöglichkeiten

  • Santiago de Chile, Chile (Stufe 10-11, 6-8 Wochen)
  • Guadalajara, Mexico (Stufe 8-9, 6-8 Wochen)
  • Besançon, Frankreich (Stufe 10-11, ca. 3 Monate)
  • Tarnów, Polen (Stufe 10-11, 1-2 Monate)

Entwicklungspartnerschaft

  • Chinandega, Nicaragua: Zusammenarbeit mit anderen Leverkusener Gymnasien im Puente-Projekt mit der Partnerstadt Leverkusens

2.3.3 Sprachdiplome

  • DELF
  • DELE–Diplomasde Español como Lengua Extranjera

2.3.4 Kooperation mit außerschulischen Partnern

Wir finden darüber hinaus praktische Unterstützung von Behörden und Unternehmen.

  • Kolping-Bildungswerk
  • AOK
  • NaturGut Ophoven
  • Currenta GmbH
  • MISEREOR
  • Katholisches Bildungswerk
  • Malteser Hilfsdienst

2.3.5 Weitere außerschulische Partner

  • Pfarrgemeinde St. Remigius
  • Universität Wuppertal
  • Schulen ans Netz e.V.
  • Land NRW mit dem Programm „Kultur und Schule“
  • Basketballverein „Bayer Giants Leverkusen“
  • Kompetenzzentrum für sonderpädagogischen Förderbedarf
  • zahlreiche Praktikumsgeber für unser Berufs- bzw. Sozialpraktikum
  • Berufsinformationszentrum
  • Polizei
  • Schulpsychologischer Dienst Leverkusen
  • Suchtvorbeugung der Stadt Leverkusen
  • Lokale und regionale Presse

2.3.6 Gäste in unserer Schule

Viele Nichtmitglieder der Schulgemeinde sind eingeladen, an unserem Schulleben teilzunehmen.

  • ausländische Gastschüler/innen und -lehrer/innen
  • Referenten und Zeitzeugen im Rahmen der „Opladener Gespräche“
  • Lesungen und Tourneetheater
  • Expertenvorträge und Podiumsdiskussionen

Unsere Schule stellt anderen Gruppen – oft dauerhaft – Räume zur Durchführung ihrer Tätigkeit zur Verfügung:

  • Junges Musical Opladen, Gospelchor „Amazingers“
  • Pfarrei St. Remigius (Karneval, Firmvorbereitung), Stadtdekanat Leverkusen (Martinsempfang)
  • Computer- / Französischkurs des Kath. Bildungswerks, Schreibmaschinenkurs fiella-Skript
  • Jugendabteilung Handball des TuS Opladen, Jugendtanzcorps der Altstadtfunken, Fußball-AG und Badminton-AG ehemaliger Schülerinnen und Schüler, Opladener Chorgemeinschaft

Teil 3: Perspektiven

Als katholische freie Schule stehen wir in der Pflicht, unsere Bildungs- und Erziehungsarbeit stetig weiter zu entwickeln und an unserem spezifischen katholischen Profil auszurichten. In dieser Entwicklungsarbeit lassen wir uns von zwei Grundgedanken leiten, die miteinander in Wechselwirkung stehen:

  • die Wertschätzung des Einzelnen auf der Grundlage unseres Menschenbildes: „Gott schuf uns nach seinem Bild“.
  • die Tatsache, dass wir unsere Schule als Schulgemeinde und als Schulgemeinschaft aller beteiligten Gruppen verstehen

Wir möchten an dieser Stelle noch keine Priorisierung und Schwerpunktsetzung vornehmen. Diese Arbeit bleibt einer regelmäßig tagenden Schulentwicklungsgruppe aus Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Schülerinnen und Schülern vorbehalten. Die Gruppe sorgt dafür, dass die Themen aufgegriffen und bearbeitet werden – nach Maßgabe der Zeit und der Kraft, die uns zur Verfügung steht.

3.1 Die Marienschule als soziale und umweltbewusste Schule

Es ist Teil unseres Selbstverständnisses und gleichzeitig identitätsstiftend die Projekte im Bereich des sozialen Engagements wie auch des Umweltverhaltens als konsequente Umsetzung unseres katholischen Profils zu begreifen und in die gemeinsame Verantwortung der Schulgemeinde zu legen.

3.1.1 Soziale Schule

Unabhängig vom Einkommen der Eltern und sozialem Hintergrund soll sich jede Schülerin und jeder Schüler gleich wohl an unserer Schule fühlen und vor allem in seinem Bildungsgang nicht gehindert oder benachteiligt werden

In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die sich in Not befinden – sei es finanzielle oder auch psychische Not – im Wachsen begriffen ist. Die Marienschule strebt die Gründung einer Stiftung an, die in solchen Fällen kurzfristig und unbürokratisch helfen kann.

Das große soziale Engagement an unserer Schule könnte daneben ergänzt werden durch

  • ein weiteres kontinuierliches soziales Projekt, das dauerhaft unterstützt wird und Identität schafft (zum Beispiel gemeinsam mit unseren Schwestern, den Daughters of Divine Love),
  • Theaterprojekte zur sozialen Integration (erlebnispädagogischer Ansatz, s.u.)
  • einzelne Jahresprojekte mit gemeinsamer Themenauswahl und regionaler Anbindung
  • Bewusste Sensibilisierung der Eltern für soziale Probleme etwa über Elternabende

3.1.2 Umweltbewusste Schule - Nachhaltigkeit

Wir wollen unser Profil als umweltbewusste Schule schärfen. Zu diesem Zweck sollen bewährte umweltpädagogische Maßnahmen, mit denen schon gute Erfahrungen gemacht wurden, weitergeführt sowie neue erprobt werden.

Bereits praktizierte Beispiele solcher Maßnahmen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit sind: Recycling, projektorientierte Zusammenarbeit mit Gut Ophoven und dem NABU, Projekte in Zusammenarbeit mit der Firma Currenta (Streuobstwiesenprojekt), Pflege von Innen- und Außenbereich der Schule inklusive des Sauberhaltens von Klassenräumen, Fluren und Schulhöfen, Betreuung von Schulteich und neuem Innenhof, Thema „Gesunde Ernährung“ (Angebote in der Cafeteria), Energiesparen.

3.2 Schulentwicklung im Bereich des Lernraumes

3.2.1 Verbesserung der Unterrichtsqualität/ Unterrichtsorganisation

Es sollen weitere Möglichkeiten einer Veränderung der Unterrichtsorganisation überprüft und, soweit sie sinnvoll erscheinen, umgesetzt werden:

  • Evaluierung und ggf. Weiterentwicklung der Freiarbeit
  • Konzepte selbständigen Arbeitens
  • Gegenseitige Unterrichtsbesuche auf beratender Ebene
  • Überprüfung der Stundentafel der Sek. I; ggf. stärker epochal angelegter Unterricht
  • Lernen in altersheterogenen Gruppen Erarbeitung eines Raumkonzepts: Prüfung des Fach- oder Lehrerraumprinzips, Schaffung von Rückzugsmöglichkeiten innerhalb der Schule und von Arbeitsräumen für Oberstufenschüler/innen sowie die Einrichtung kleinerer Räume für Gruppenarbeiten
  • Weiterentwicklung der Arbeit in Projekttagen bzw. –wochen
  • Weiterentwicklung des Differenzierungsbereiches in Stufe 8 z.B. durch ein sozialpädagogisch orientiertes oder ein biligual unterrichtetes Fach
  • Prüfung des Angebots von Spanisch in der Sekundarstufe I

3.2.2 Begabtenförderung

Die Marienschule hat in ihrer Schülerschaft eine große Zahl überdurchschnittlich begabter Schülerinnen und Schüler. Ihre Betreuung und Förderung soll mit der Funktion des Mittelstufenkoordinators verbunden werden.

Es gibt bereits viele Möglichkeiten für interessierte und fähige Schülerinnen und Schüler, sich im musischen Bereich, im Bereich der Fremdsprachen, in der Physik und Informatik zu engagieren. Jedoch ist vieles lückenhaft; ein Gesamtkonzept zur Förderung begabter Schüler fehlt und muss entwickelt werden. Folgende Bausteine sind angedacht:

  • Individuelle Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler durch Binnendifferenzierung bzw. durch partielle Auflösung von Unterrichtsstrukturen (Drehtürmodell)
  • Das außerunterrichtliche Engagement hoch begabter Schülerinnen und Schüler kann durch eine zeitweilige Freistellung von ihrer Unterrichtsverpflichtung unterstützt werden. Das gilt z.B. für die Teilnahme an Forschungscamps (z.B. Sommerunis) und universitären Lehrveranstaltungen im Sinne einer vorgezogenen Aufnahme eines Studiums.
  • Ausbau von AGs
  • Ausbau der Teilnahme an Wettbewerben
  • Ermöglichung von zusätzlichen, außerschulischen Angeboten, z.B. in Musik und Sport, im Umfeld der Marienschule
  • Einrichtung von Projektkursen in der Qualifikationsphase
  • Prüfung der Möglichkeit einer Vorversetzung innerhalb des achtjährigen Gymnasiums
  • Business at School – auch integriert in die normale Stundentafel als Ersatz für einen Zusatzkurs in Sozialwissenschaften.
  • Angebot von Kursen zum Erwerb eines Zertifikats Wirtschaftsenglisch neben DELE und DELF.
  • Öffentliche Würdigung für herausragende Leistungen und besonderes Engagement durch Ehrungen

3.2.3 Psychische Erkrankungen

Wir werden in den letzten Jahren zunehmend damit konfrontiert, dass Schüler bzw. Schülerinnen psychisch erkrankt und damit in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sind.

Um diese Schüler und Schülerinnen angemessen unterstützen zu können, sollen das Wissen der Kolleginnen und Kollegen um diese Erkrankungen und ihre Folgen für den Schulalltag eines betroffenen Kindes durch Fortbildungen verbessert werden.

3.2.4 Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen

Lehrerinnen und Lehrer sind zahlreichen Belastungen ausgesetzt. Zu ihrer Unterstützung werden wir neben fach- und methodenorientierten Fortbildungen ebenfalls Angebote zu Themen wie Zeitmanagement, Burnout, Supervision, kollegialer Fallberatung und Gesprächsführung machen bzw. auf solche Fortbildungen hinweisen.

Zur Unterstützung junger Kolleginnen und Kollegen könnte ein Patensystem eingeführt werden. Der Pate oder die Patin ist Ansprechpartner in allen pädagogischen, organisatorischen und ggf. auch fachlichen Belangen. Anzustreben ist die Möglichkeit, sich auf beratender Ebene auch gegenseitig im Unterricht zu besuchen, um die Unterrichtsqualität zu verbessern.

Daneben ist über die Veränderung des Aufgabenprofils der Erziehungsmaßnahmenkonferenz nachzudenken: hin zur Prüfung der Möglichkeit präventiver Arbeit, z.B. Hilfen zur Unterstützung bei Disziplinproblemen.

3.2.5 Erlebnispädagogische Ausrichtung der Klassen 8/9

Für den Altersbereich der 13-15jährigen (Klassen 8 / 9) wird überlegt, erlebnispädagogisch orientierte Formen stärker in die schulischen Abläufe zu integrieren.

Möglichkeiten bestehen im Bereich von Umweltprojekten („Wir in Leverkusen“ – Projekt saubere Stadt, Zusammenarbeit mit dem NABU auf Gut Ophoven im Bereich der Landschaftspflege, Forstprogramme), im Bereich von Sportaktivitäten (z.B. Kletterprojekt), im Bereich der Pflege schulischer Einrichtungen (Gartenprojekt, Renovierungsprojekt), Verschönerungsaktionen im Schulgebäude, aber auch im Bereich sozialer Dienste erschlossen und genutzt werden.

3.2.6 Förderung der Kreativität und Motivation durch Verzicht auf Benotung

In verschiedenen Fächern und Jahrgängen könnte zu Gunsten eines freieren Arbeitens auf eine Benotung verzichtet werden. Die Freude am gemeinsamen Entdecken und Gestalten, das erworbene Wissen, das gestaltete Projekt werden dann zu Quellen der Motivation für erfolgreiches Lernen.

3.2.7 Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung

Die Marienschule wird ihre bestehenden Maßnahmen zur beruflichen Orientierung stetig an veränderte Bedingungen anpassen, um den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler optimal Rechnung zu tragen. Denkbare Maßnahmen sind etwa:

  • Die bereits etablierte Berufsberatung, die vor allem von der Elternschaft getragen wird, könnte zu einer Berufsinformationsbörse erweitert werden, die das Informationsangebot durch die Präsenz von Hochschulen und der Wirtschaft ergänzt. Überdies könnten Auszubildende und Studierende aus dem Kreis ehemaliger Abiturjahrgänge Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler sein. Eine Kooperation mit anderen Schulen im Raum Leverkusen ist zu prüfen.
  • Die in der Berufbörse entstandenen Kontakte könnten sodann durch einen Tag der Berufserkundung vertieft werden, indem Schülerinnen und Schüler Betriebe
  • Einbindung des Girls-Days / Boys-Days
  • Durchführung von Berufseignungs- und neigungstests
  • Besuch eines Assessment-Centers: Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, an einem verkürzten Auswahlverfahren teilzunehmen.
  • Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe bietet die Möglichkeit, Projektkurse in der Qualifikationsphase anzubieten, in denen neben der inhaltlichen Ausrichtung an ein Referenzfach fachübergreifendes und projektorientiertes Arbeiten ermöglicht werden soll. Die Einrichtung eines solchen Kursangebotes könnte eine individuelle Schwerpunktsetzung in der Berufvorbereitung für interessierte Schülerinnen und Schüler ermöglichen.
  • Vorbereitung zum Erwerb eines Zertifikates Wirtschaftsenglisch
  • Die Ermöglichung von Berufspraktika im Ausland sollte geprüft werden. Dabei ist zu überlegen, wie bestehende Auslandskontakte und Schulpartnerschaften bei der Realisierung eines solchen Vorhabens genutzt werden können.

3.2.8 Elektronische Medien / Medienerziehung

Die Marienschule verpflichtet sich, ihre Schülerinnen und Schüler mit zeitgemäßen Medien zu unterrichten und eine gute schulinterne Kommunikation sicher zu stellen. Der Ausbau des schulinternen Netzwerkes und der fortschreitende Einsatz elektronischer Medien im Unterricht können durch einige der folgenden Maßnahmen erfolgen:

  • MSO-Intern wird intensiver für die innerschulische Kommunikation eingesetzt, z.B. als Terminverwaltung oder zur Belegung von Räumen.
  • Die Eltern werden gezielt eingebunden und bekommen eigene Accounts.
  • Die Weitergabe von Informationen in der Schule wird durch den Einsatz von Informationsbildschirmen unterstützt.
  • Die Fachschaften entwickeln gemeinsam genutzte Software für den Einsatz elektronischer Tafeln.
  • Es ist zu prüfen, ob weitere oder sogar alle Räume mit diesem Medium ausgestattet werden sollten.

Darüber hinaus wird die Schule auch die gezieltere Nutzung sozialer Netzwerke und die Nutzung weiterer elektronischer Medien wie Laptops oder Smartphones prüfen.

Es ist geplant, in den Stufen 5 bis 7 eine informationstechnische Grundbildung im Rahmen einer Wochenstunde einzuführen. In diesem Rahmen soll auch Medienerziehung integriert werden. Das Konzept des Kompetenztrainings soll in dieser Richtung weiterentwickelt werden.

3.3 Identifikation mit der Schule

Wir wollen die Identifikation der Schülerschaft mit ihrer Schule weiter stärken.

Mit dem Schul-Logo oder einem Bild unserer Schule bedruckte Taschen, T-Shirts und Tassen könnten als Gastgeschenke z.B. bei den zahlreichen von der Schule organisierten Auslandsaufenthalten dienen. Zu diesem Zweck könnte auch ein neues Logo entwickelt werden.

Die Teilnahme an Vergleichswettbewerben auf Stadt- und Landebene (Sport, Sprachen, Mathematik, Naturwissenschaften, Business at school,…) wirkt positiv nach innen und außen.

3.3.1 Einbindung ehemaliger Schüler in das Schulleben

Die Intensivierung der Kontakte mit ehemaligen Schülern und Schülerinnen könnte ein Bewusstsein unserer Schultradition auch bei der heutigen Schülergeneration fördern.

Wir denken darüber nach, ehemalige Schüler unserer Schule regelmäßig zu Ehemaligentreffen einzuladen. Der dort stattfindende Austausch könnte die Identifikation mit unserer Schule, die Außendarstellung der Schule und die Bereitschaft, die Schule z.B. im Bereich der Berufsorientierung bzw. Berufsfindung zu unterstützen, stärken. Diese Treffen könnten an eine Schulveranstaltung angebunden sein oder unabhängig davon jährlich zu einem festen Termin stattfinden.

Der Kontakt zu Ehemaligen kann auch über die Nutzung sozialer Netzwerke intensiviert und systematisch betrieben werden.

Anhänge

Auslandsaktivitäten

Informationen zu den Auslandsaktivitäten der Marienschule

  • Seit inzwischen mehr als 10 Jahren findet der Austausch mit dem Collège aus Villeneuve d’Asq mit großem Erfolg statt! Und auch für dieses Schuljahr ist eine weitere Austauschrunde geplant.
  • Der Austausch mit unserer Partnerschule in Tarnów/Polen ist inzwischen so weit institutionalisiert, dass sich eine erfreuliche Routine eingestellt hat. Durch den Einbezug immer wechselnder Fächer und Fächergruppen haben sich auch die Beziehungen innerhalb der Kolleginnen vertiefen können. Zum Ende des Jahres 2017, wenn das III. Liceum O. im. Adama Mickiewicza sein Gründungsjubiläum feiert, wird - neben dem bis dahin weiter stattfindenden Austausch - eine Delegation der Marienschule nach Tarnów reisen.
  • Etliche Schülerinnen und Schüler der neuen Stufe 9 und EF sind zu Langzeitaufenthalten ins Ausland aufgebrochen. Um dem großen Interesse an dieser Aktivität Rechnung zu tragen, finden unsere jährliche Informationsveranstaltung für die Stufen 8 und 9 statt, bei der Schülerinnen und Schüler der Stufe Q1 bzw. Q2 mit „frischer“ Auslandserfahrung mit Informationen aus den Austauschländern und Frau Falter zu den veränderten Rahmenbedingungen bei G8 den Eltern und Schülern gern Rede und Antwort stehen.
  • Die „große“ England-Fahrt mit Frau S. Schmitz und Frau Elliot ist im vergangenen Schuljahr auch wieder durchgeführt worden und war für Stufe 8 das absolute „Stufen-Highlight“ mit riesiger Beteiligung. Den Organisatorinnen und allen Begleiterinnen und Begleitern auch in diesem Jahr ein ganz „großes“ Dankeschön für ihr Engagement!
  • Unsere Bewerbung für das Erasmus+ Programm, dem Nachfolgerprojekt der Comenius-Schulen, war erfolgreich! Von 2016 bis 2018 werden wir uns und unsere Schülerinnen und Schüler sich mit unseren bereits aus den Comenius-Zeiten bekannten Partnerschulen aus Portugal und England unter dem Thema "My values, your values, our values" der Wertevermittlung an unserer Schule und im internationalen Kontext widmen.
  • Auch der Austausch mit unserer Partnerschule aus „Greater London“, der Frances Bardsley Academy for Girls, hat sich hat sich über das gemeinsame Erasmus+ Projekt hinaus etabliert und findet regelmäßig statt.
  • Bereits seit vielen Jahren werden die Sprachdiplome „DELF“ für Französisch und „DELE“ für Spanisch angeboten und erfreuen sich großen Zuspruchs von Schülerseite her. Dank an Frau Schäfer und Frau Flecken für die Organisation und Durchführung.
  • Im Rahmen des Austauschs mit der deutschen Schule in Santiago de Chile haben wir im Januar fünf chilenische Gastschülerinnen und -schüler begrüßen können, im Gegenzug werden auch wieder einige unserer Schülerinnen und Schüler in den deutschen Sommerferien – auf eigene Kosten – nach Santiago reisen können.

Susann Falter

Beratung

Die Marienschule hat mit Frau Scharfenberg und Herrn Lowinski zwei ausgebildete Beratungslehrer.

Schwerpunkte der Tätigkeit der Beratungslehrer liegen in folgenden Arbeitsfeldern:

  • Einzelfallhilfe in der Beratung von Schülerinnen und Schülern (bei aktuellen schulischen Problemen und Konflikten, bei Konflikten mit Mitschülern, Lehrern, bei familiären oder persönlichen Problemen)
  • Beratung von Lehrern (bei Schulschwierigkeiten, die nicht einfach oder kurzfristig zu bewältigen sind, bei unangemessenem Verhalten von Schülern, bei Problemen mit Eltern u.a.)
  • Beratung von Eltern und Erziehungsberechtigten in Fällen von Verhaltens- und Lernproblemen, Information über Erziehungsberatung und Fördermöglichkeiten u.a.
  • Kontakte zu außerschulischen Beratungs- und Hilfeeinrichtungen (Erziehungsberatungen, schulpsychologischer Dienst, Suchthilfe…) und Vermittlung der Kontakte.
  • Mitarbeit im Kriseninterventionsteams der Schule mit der Aufgabe der Erstbetreuung von einer Krise Betroffener.

Die Beratung findet nach Absprache während des Unterrichts, in einer Freistunde oder im Anschluss an den Unterricht statt. Sie kann für eine Person allein oder auch mit allen an einem Problem Beteiligten durchgeführt werden. Über die Inhalte eines Beratungsgesprächs wird Stillschweigen bewahrt solange die Beteiligten den Berater nicht von seinem Schweigen entbinden.

P. Scharfenberg

Beratung in der Oberstufe

Im zweiten Halbjahr der Klasse 9 findet in den Wochen vor und nach den Osterferien eine Phase umfassender Information und Beratung zur Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe statt. Neue Fächer werden den Schülerinnen und Schülern präsentiert, eine Basisinformation für die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern, die an einem Elternabend erfolgt, wird in den Klassen vertieft. Seit vielen Jahren ist es an der Marienschule schon bewährt, dass danach eine gründliche Einzelberatung aller künftigen Oberstufenschülerinnen und -schüler erfolgt, bei der die gesamte Oberstufenlaufbahn geplant wird. Ein wichtiges Prinzip dieser Beratung ist die Offenheit der Planung für Korrekturen zumindest während der Einführungsphase einschließlich der Leistungskurs- bzw. Abiturfachwahl. Die Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen der angebotenen Termine die Möglichkeit, sich ein Mitglied des Teams von Beratungslehrerinnen und -lehrern für die Oberstufe als Berater/in auszuwählen.

Die Beratung während der Oberstufe erfolgt durch den Oberstufenkoordinator, die Stufenleiterinnen und Stufenleiter, von denen i.d.R. zwei einem Jahrgang fest zugeordnet sind und die den Jahrgang über die drei Oberstufenjahre begleiten, sowie durch die Tutorinnen und Tutoren.

Die Beratungslehrer (Stufenleiter) sind ebenso wie der Oberstufenkoordinator für die kontinuierliche Laufbahnberatung zuständig. Unabhängig von den regelmäßig angebotenen Beratungs- und Umwahlterminen besteht jederzeit die Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler, Gespräche zur Laufbahnberatung zu vereinbaren.

Die persönliche Betreuung übernehmen die von den Schülerinnen und Schülern selbst gewählten Tutorinnen und Tutoren. Die Schülerinnen und Schüler können aus dem Kreis ihrer Fachlehrerinnen und Fachlehrer eine Vertrauensperson frei zur Tutorin bzw. zum Tutor wählen. Eingeschränkt wird diese Möglichkeit nur durch die Kapazitätsgrenze von 15 Tutandinnen und Tutanden pro Tutorin/Tutor.

Zusätzlich zu den vorgeschriebenen Jahrgangsstufenkonferenzen verständigen sich die Lehrerinnen und Lehrer, die eine Schülerin/einen Schüler unterrichten, untereinander über auftretende Probleme, soweit sie dies nicht mündlich tun, informell über das Kommunikationssystem MSO-intern, sodass dem relevanten Kollegenkreis wichtige Informationen zugänglich werden.

Nach Bedarf können die Schülerinnen und Schüler sich auch von den für die Konfliktberatung ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern beraten lassen. Außerdem bestehen Angebote zur Berufsberatung.

Berufsorientierung durch Eltern

Einmal im Jahr, in der Regel an einem Samstagvormittag am Anfang des Jahres, bietet die Marienschule Schülerinnen und Schülern der Klasse 9 eine Möglichkeit der Berufsorientierung durch Eltern: Eltern stellen ihren Beruf so vor, wie sie ihn in der Praxis ausüben, geben Informationen zum Berufsbild allgemein sowie zur Ausbildungssituation bzw. zum Studium. Die Veranstaltung läuft in zwei Schichten, sodass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, zwei Berufe zu wählen. Die organisatorische Verantwortung auf Lehrerseite trägt Herr Dr. Overberg.

Werner Voß, 10.6.2012

Berufspraktikum

Am Ende der Jahrgangsstufe 10 führen die Schülerinnen und Schüler dieser Stufe ein zweiwöchiges Berufspraktikum durch mit dem Ziel, das Berufsleben kennenzulernen und ein Wunschberufsfeld einmal praktisch zu erproben.

Die Schülerinnen und Schüler besorgen sich die Praktikumsstellen selbstständig. Während des Praktikums werden sie von einem ihrer Lehrer besucht. Nach Abschluss des Praktikums wird ein Praktikumsbericht verlangt.

Die Organisation des Praktikums wird von Herrn Zons durchgeführt.

Werner Voß, 11.6.2012

Berufswahlvorbereitung

Die Zielsetzung der Berufswahlvorbereitung ist, die Schüler(innen) zu unterstützen, eine hochgradig begründete Berufswahlentscheidung zu treffen, so dass die Wahrscheinlichkeit der späteren Erkenntnis einer Fehlentscheidung minimiert wird.

Um dieses Ziel zu erreichen, finden an der Marienschule – zum Teil in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und der AOK Leverkusen als offiziellem Kooperationspartner der Marienschule – eine Vielzahl von Aktivitäten statt. Dazu gehören z.B.:

  • die Thematisierung von Veränderungen in der Arbeitswelt sowie aktueller und künftiger Qualifikationserwartungen in verschiedenen Berufsfeldern im Politikunterricht am Ende der Mittelstufe,
  • die ständige Aktualisierung der zwei institutionalisierten Informationsquellen „Schwarzes Brett“ und „Offener Informationsschrank“ vor Raum 126a (Informationen zu Universitäts- und Unternehmensveranstaltungen, Berufsbildern etc.),
  • Informationsveranstaltungen seitens der Agentur für Arbeit in der Marienschule, z.B. die so genannte „Erste BO“ (Erste Berufsorientierung) für die Jahrgangsstufe 12 (grundlegende Informationen zu Studium und Beruf in kleinen Schülergruppen),
  • regelmäßige Einzelberatung zur Studien- und Berufswahl durch einen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit in der Marienschule,
  • kostenfreies Assessmentcenter-Training seitens der AOK Leverkusen.

Solche Aktivitäten sollen dazu beitragen, dass die Schüler(innen) animiert werden, sich frühzeitig mit möglichen beruflichen Perspektiven auseinander zu setzen, so dass die Berufswahlentscheidung nicht ein punktuelles Geschehen mit der Gefahr einer Fehlentscheidung bleibt, sondern sich zu einem längeren Prozess entwickelt und so auf der Basis umfangreicher Informationen eine angemessene Entscheidung getroffen werden kann.

Christian Zons

Besinnungstage

Zu Beginn der Stufe 9 führt jede Klasse dieser Stufe Besinnungstage durch. Es handelt sich dabei um eine viertägige Fahrt in einem der Jugendbildungsstätten der Umgebung, die in Kooperation mit dem katholischen Hilfswerk Misereor durchgeführt werden. Dazu fahren wir nach Olpe, Essen-Kettwig, Steinbachtalsperre o.ä.. Ziel dieser Tage ist die Beschäftigung mit Fragen grundsätzlicher Natur: Was macht das Leben im allgemeinen und mein persönliches Leben im Besonderen wertvoll, Wert der Gemeinschaft und Erleben von Gemeinschaft, die Frage nach Gott. und der Versuch, darauf eine Antwort zu geben, Meditationsübungen, gottesdienstliche Formen. Das konkrete Angebot richtet sich nach den Bedürfnissen der jeweiligen Gruppe aus.

Werner Voß

Bücherei – Selbstlernzentrum

Die Bücherei der Marienschule entstand in ihrer jetzigen Form zunächst aus einer Lehrerbibliothek mit entsprechend wissenschaftlichem Bestand, die als Präsenzbibliothek geführt wurde und deren Bestand in einem Katalog festgehalten war. Die Ordnung erfolgte nach universitären Kategorien.

Unabhängig davon gab es eine Schülerbücherei, in der Jugendbücher ausgeliehen werden konnten und die nur während der großen Pausen geöffnet war.

Durch bauliche Veränderungen wurden die beiden Büchereien zusammengelegt. Die Aufteilung in Ausleih- und Präsenzbibliothek blieb bestehen, jedoch ist sie seither während des gesamten Unterrichtstags geöffnet. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen von 8 - 14 Uhr für Fragen zur Verfügung.

Die strukturellen Veränderungen durch die Einführung der Langtage haben dazu geführt, dass mehr Schülerinnen und Schüler als bisher freie Zeit in der Schule zur Verfügung haben. Daher wird die Bücherei zu einem wichtigen Raum, diese freie Zeit sinnvoll zu nutzen.

Die Bücherei ist daher auf dem Weg zu einem Selbstlernzentrum.

Die Gründe für den Aufbau eines SLZ sind:

  1. Die Oberstufenschüler haben einen nicht zusammenhängenden Stundenplan und wünschen sich einen Ort, wo sie ihre Zeit sinnvoll verbringen können. Sie wollen in Ruhe arbeiten können. Ihnen und auch jüngeren Schülern ermöglichen wir auch, nach dem Unterricht zusammen zu arbeiten. Das große Einzugsgebiet unserer Schule bringt es mit sich, dass Schüler weit auseinander wohnen und ein nachmittägliches Treffen für die Vorbereitung von Referaten z.B. oft aufwändig ist. Die Pause während des Langtags wird von vielen Schülern genutzt, sich zurückzuziehen und in Ruhe zu lesen oder einen Teil der Hausaufgaben zu machen.

  2. Der Stellenwert selbstständigen Arbeitens nimmt immer mehr zu, wie die Durchführung einer Facharbeit oder die Besondere Lernleistung im Abitur beispielhaft zeigen. Schülern kann mit einem SLZ diese Möglichkeit gegeben werden.

Als SLZ bezeichnet man Räumlichkeiten, in denen Schüler die Gelegenheit erhalten, außerhalb des Unterrichts gemeinsam oder alleine zu arbeiten.

Unter einem SLZ verstehen wir einen Ort, an dem die Schüler ...

  • wichtige Nachschlagewerke vorfinden,
  • zu den Unterrichtsfächern wissenschaftliche Bücher vorfinden,
  • Referate und Präsentationen vorbereiten,
  • Internetrecherchen durchführen,
  • in einer Online-Datenbank Bücher zu bestimmten Stichworten aus dem Bestand der Bücherei suchen,
  • Zugang zu unterrichtlicher Software haben,
  • in Freistunden Hausaufgaben machen,
  • Lernprogramme durcharbeiten (in Büchern und am PC),
  • das selbstständige Arbeiten einüben,
  • sich über Facharbeitsthemen und deren Ausarbeitung informieren,
  • Fachzeitschriften lesen,
  • sich anhand von Zeitungen und Zeitschriften über aktuelle Ereignisse informieren,
  • Bücher ausleihen,
  • einfach lesen,
  • nach dem Unterricht zusammen lernen

... können.

Jeder Schüler der Schule erhält einen Büchereiausweis, der ihn berechtigt, Bücher auszuleihen. Die Fünftklässler werden durch eine Büchereiführung mit dem Umgang vertraut gemacht.

Unsere Bibliothek verfügt über einen großen Bestand an klassischer und aktueller Jugendliteratur, die ausgeliehen werden kann. Die Kommunikationsfähigkeit wird durch die Möglichkeit, einen Lesetipp zu schreiben, gefördert. Dies kann auch online erfolgen, was die Medienkompetenz zusätzlich fördert.

Junge Erwachsene können klassische und aktuelle Unterhaltungsliteratur ausleihen.

Der Unterricht wird in der Bücherei begleitet von Schulbüchern sowie Lern- und Übungsmaterial, das auch auszuleihen ist. Sachbücher für alle Altersstufen und alle Fächer stehen ebenso zur Verfügung wie literarische Texte, die im Unterricht besprochen werden, und dazu gehörige Sekundärliteratur, Anthologien und Lexika. Einen großen Umfang nehmen die Geschichte, darin auch die Regionalgeschichte, sowie der Bereich religiöser Literatur ein. Zur Veranschaulichung dienen zahlreiche Bildbände zu verschiedensten Themen. Gut bewertete Facharbeiten der vergangenen Jahre können von den Schülern zur Vorbereitung ihrer eigenen Facharbeit eingesehen und kurzzeitig ausgeliehen werden. Eine Themenliste kann ebenso Anregungen bieten wie aktuelle Forschungshinweise der Marx-Planck-Gesellschaft. Zur Vorbereitung auf das Studium oder die Ausbildung gibt es aktuelle Sachbücher.

Durch die lange Tradition unserer Schule können die Schüler auch den Wert alter Bücher erleben.

Ein breites Zeitschriftenangebot trägt den unterschiedlichen Bedürfnissen und Hobbys der Schüler Rechnung.

Zwei Computerarbeitsplätze und W-Lahn bieten die Möglichkeit der Online-Recherche.

Variable Arbeitstische und Sitzsäcke stehen für die unterschiedliche Nutzung der Bücherei zur Verfügung.

Um die Lesekompetenz und die Kreativität der Schüler zu wecken oder zu stärken und die Lesemotivation zu erhöhen, führt das Büchereiteam mindestens zweimal im Jahr einen Leseabend durch.

Für Eltern - wie kann ich helfen?

Das Betreiben eines SLZ bedarf eines kontinuierlichen Engagements, z.B. um Ausleihen abzuwickeln und bei der Suche nach Büchern zu helfen. Das Büchereiteam freut sich über jeden, der ein paar Stunden in der Bücherei mitarbeiten kann. Länge und Häufigkeit des Einsatzes können abgesprochen werden. Von 8 - 14 Uhr, an den Langtagen bis 14.30 Uhr brauchen wir Helfer.

Ansprechpartner ist Frau Heise.

Elke Heise

Comenius-Projekte, Erasmus+ Projekt

Die Marienschule will den Europagedanken fördern, deshalb war sie mehrfach Comeniusschule und ist Erasmus+ Schule:

  1. 2002/2003 mit "L'Education européenne" und den Partnern Besancon und Tarnów. Daraus hat sich eine bilaterale Austauschprojektpartnerschaft zu Tarnów entwickelt, die aber schon seit 2004 vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk - und dem Förderverein der Marienschule - gefördert wird. Das laufende Projekt wird von der Fachkonferenz Biologie betreut. Die organisatorische Leitung hat Frau Falter.
  2. Wir waren "Comeniusschule" für den Zeitraum 2009 bis 2011 mit dem Projekt "Colours of Life", und zwar mit Partnern aus England, Polen, Portugal und der Türkei. Schüler und Lehrer besuchen sich gegenseitig und arbeiten an gemeinsamen Projekten. So hat z.B. eine Gruppe aus Portugal, England, der Türkei und Polen zum Thema "Lebensmittel" vom 8. - 12.12.2010 in Leverkusen gearbeitet. Die Leitung des Comeniusprojekts liegt bei Frau Schäfer und Frau Ludwig.
  3. Von 2012-2014 waren wir wiederum Comenius-Schule mit Partnern aus den Niederlanden, Rumänien, Bulgarien und Polen.
  4. Seit 2016 bis 2018 ist die Marienschule Erasmus+ Schule unter dem Thema "My values, your values, our values" zu unserer Wertevermittlung im internatiolnalen Kontext.

Aus dieser Beziehung haben sich parallel bilateral Austauschpartnerschaften zum III. Liceum O. im. Adama Mickiewicza in Tarnów, Polen, und zur Frances Bardsley Academy for Girls in Romford, Greater London, England entwickelt. Hierfür zuständig sind Frau Falter und Frau Schäfer.

Das Erasmus+ Projekt wird von der EU finanziell unterstützt.

Susann Falter/Annette Schäfer/Werner Voß

DELE

DELE – Diplomas de Español como Lengua Extranjera

Die Marienschule Opladen ist seit 2009 Prüfungszentrum für die DELE-Prüfung in Leverkusen. Jeweils im November nehmen wir im Namen des Instituto Cervantes die mündlichen und schriftlichen Sprachprüfungen ab. Die Vorbereitung auf die Sprachprüfung erfolgt an der Marienschule in Form von AGs.

Die DELE-Zertifikate attestieren auf 6 Niveaustufen (A1, A2, B1, B2, C1, C2) Kenntnisse in den Teilfertigkeiten Lesen, Hörverstehen, Schreiben und Sprechen sowie in Grammatik und Wortschatz. Das Sprachzertifikat ist ein international anerkanntes Sprachdiplom und wird vom spanischen Kultusministerium vergeben. Es eröffnet den Schülern zusätzliche Chancen bei Bewerbungen und im Studium.

Annette Schäfer

DELF

Was ist DELF ?

DELF ist die Abkürzung für Diplôme d’Etudes en Langue Française. DELF und DALF (Diplôme approfondi en Langue Francaise) sind die einzigen international anerkannten Sprachdiplome für Französisch als Fremdsprache und werden offiziell vom französischen Erziehungsministerium vergeben. Die Diplome bestehen aus mehreren Einheiten bzw. Niveaus (A1, A2, B1, B1, C1, C2), die den Stufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) entsprechen und unabhängig voneinander erworben werden können. Jede erfolgreich absolvierte Einheit ist weltweit unbegrenzt gültig. Daher bilden die Diplome einen Pluspunkt für jede Bewerbungsmappe.

Es gibt eine DELF scolaire – Version für Schüler, die schülergerechte Texte und Themen bietet und für die die Anmeldung ausschließlich über die Schule erfolgt.

Die Gebühren für die einzelnen Teilprüfungen (momentan 18 Euro für A1, 35 für A2, 40 für B1, 50 für B2, 90 für C1 und 110 Euro für C2) werden durch die französische Botschaft in Zusammenarbeit mit den Bildungsministerien festgesetzt.

Wann und wo werden die Prüfungen abgelegt?

Zur Zeit finden die DELF scolaire – Prüfungen einmal im Jahr, d.h. im Januar oder Februar, statt. Während die schriftlichen Prüfungen, bestehend aus den drei Teilen Hörverstehen, Leseverstehen und schriftlicher Ausdruck, immer samstags direkt an den Schulen abgelegt werden, wird der 4. Teil, der den mündlichen Ausdruck zum Inhalt hat, von Mitarbeitern des Institut Français in Köln durchgeführt.

Einige Wochen nach den Prüfungen werden den Schulen die Zertifikate der erfolgreichen Schüler zugesandt.

An welche Schüler richtet sich die DELF-AG?

Die DELF-AG richtet sich an alle Schüler der Stufen 7 bis 13, die mindestens im 2. Jahr Französisch lernen und ein DELF-Zertifikat erwerben wollen.

Wann und wie oft findet die AG statt?

Es gibt eine AG-Stunde pro Woche, die zur Zeit wie andere Arbeitsgemeinschaften dienstags in der 8. Stunde stattfindet.

Wie sieht die Arbeit in der AG aus ?

Da die Einübung der mündlichen Fertigkeiten (Hörverstehen, mündlicher Ausdruck) im regulären Französischunterricht aufgrund des zu bewältigenden Pensums manchmal etwas zu kurz kommt und vielen Schülern das Hörverstehen und das Sprechen besondere Schwierigkeiten bereiten, liegt der Schwerpunkt der AG auf dem Training dieser Kompetenzen. Die schriftlichen Fertigkeiten werden von den Schülern dagegen überwiegend in Hausaufgaben eingeübt.

Unterrichtsgrundlage sind in erster Linie die von diversen Schulbuch- verlagen zur Vorbereitung der DELF-Prüfungen herausgegebenen Lehrbücher, die jeweils Auf- gaben zu den vier Kompetenzen enthalten. Den Schülern werden Kopien aus diesen Unterrichts- werken zur Bearbeitung ausgehändigt.

Das Niveau / die Niveaus, auf das / die in der AG vorbereitet wird, richtet sich nach den Schülerwünschen. Falls die die AG besuchenden Schüler unterschiedliche Niveaus anstreben, wird entweder binnendifferenziert verfahren oder Unterrichtsmaterial ausgewählt, das alle Schüler zu fördern vermag.

Dhani-Partnerschaft

Seit 1973 besteht eine Entwicklungspartnerschaft der Marienschule mit der Missionsstation in Dhani (Indien), die der Gründungsorden und langjährige Schulträger der Marienschule, der Orden der „Armen Dienstmägden Jesu Christi“ (Dernbacher Schwestern) zu Beginn der 70er Jahre ins Leben gerufen hat.

Die Missionsstation Dhani befindet sich im Bezirk Dhar, hier lebt eine Stammesbevölkerung, die zur untersten Kaste der indischen Bevölkerung, den Adivasi, gehört und vom indischen Staat traditionell nur eine geringe Unterstützung erfährt.

In Dhani unterhalten die Schwestern ein Internat, in dem ca. 200 Adivasi Mädchen unterrichtet werden, um ihnen einen Schulabschluss und damit auch den Zugang zu einem Beruf zu ermöglichen. Die Versorgung mit Mahlzeiten und auch Kleidung wird von den Schwestern ebenso geleistet wie die unterrichtliche Betreuung und die Ausstattung der Schülerinnen mit Lernmitteln. Berufsvorbereitende Ausbildungsprogramme wie das Erlernen des Schneiderhandwerks für die Mädchen, die Unterstützung von Agrarprogrammen zur Sicherung von Ernten, die Einführung von neuen Formen der Energiegewinnung (Solarkollektoren, Photovoltaik) sowie eine erforderliche Versorgung mit Wasser durch Brunnen und Pumpen sind nur einige der Maßnahmen, mit denen die Schwestern neben der seelsorgerischen Betreuung aktive Entwicklungshilfe leisten. Ebenfalls zur Missionsstation gehören ein Krankenhaus mit stationärer und ambulanter Versorgung der einheimischen Bevölkerung. Darüber hinaus findet im Umkreis von Dhani auch die Betreuung vieler an Lepra erkrankten Menschen in ihren Dörfern durch die Ordensschwestern statt. Für all diese Aktivitäten ist das Mutterhaus der Dernbacher Schwestern mit seinen Tätigkeiten in Indien auf Hilfe, insbesondere auf finanzielle Spenden, angewiesen.

Die Schulgemeinschaft der Marienschule konnte seit 1973 mehr als 100.000 € aus Erlösen von Schulfesten, Bücherbasaren, Spendenläufen und der traditionellen Kollekte jedes Abitur-Jahrgangs beim Abschlussgottesdienst zur Unterstützung der Arbeit der Schwestern in Indien beitragen.

Auch wenn die Schwestern des Gründungsordens der Marienschule nicht mehr an unserer Schule präsent sind, möchten wir dieses Engagement weiterführen und die Verbindungen sowohl zum Gründungsorden wie auch zur Missionsstation in Dhani aufrecht erhalten.

Bruno Franken

Erprobungsstufe

Besondere Schwerpunkte der Arbeit in der Erprobungsstufe

Integration in die Klassen- und Schulgemeinschaft

Um den neu aufgenommenen Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen einen möglichst problemlosen und zuversichtlichen Anfang an der Marienschule zu ermöglichen, wird der Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium sowohl auf sozialem als auch auf methodischem und unterrichtlichem Gebiet in besonderer Weise gestaltet.

Tag der offenen Tür

Der Übergangsprozess setzt mit dem „Tag der offenen Tür“ ein, der im Vorfeld der Anmeldung durchgeführt wird. Die Grundschülerinnen und -schüler der vierten Klassen erhalten die Möglichkeit, in zwei Fächern ihrer Wahl, Unterricht am Gymnasium zu erleben, sich mit den Räumlichkeiten der Marienschule bekannt zu machen und die sie unterrichtenden Lehrer über den Unterricht in der Erprobungsstufe, das Fächerangebot, die Arbeitsgemeinschaften und die anderen Angebote des Schullebens zu befragen. Auch erleben sie erste Kontakte zu ihren zukünftigen Mitschülern aus den höheren Klassen, da sie zwischen den Unterrichtsangeboten von Marienschülern betreut und durch die Schule geführt werden.

Die Eltern bekommen am „Tag der offenen Tür“ zunächst eine allgemeine Erläuterung über das Unterrichts- und Erziehungskonzept der Marienschule durch den Schulleiter. Anschlie-ßend werden sie in kleinen Gruppen durch die Schule geführt und erhalten Informationen über die Erprobungsstufe, das schulische Förderangebot, Möglichkeiten zur Gestaltung der Schullaufbahn und die außerunterrichtlichen Aktivitäten. Die Marienschule legt großen Wert auf eine gemeinsame christliche Basis für ihre Erzie-hungsarbeit. Daher richtet sich der Schulleiter neben der Eignung eines Kindes für den Besuch eines Gymnasiums bei der Entscheidung über die Aufnahme nach folgenden Kriterien:

  • Versetzungszeugnis der Grundschule in die 4. Klasse und das Halbjahrs-zeugnis der Klasse 4 in Verbindung mit dem Eignungsvermerk der Grundschule
  • Einverständnis und Unterstützung der christlichen Erziehungsarbeit der Marienschule
  • Geschwisterkinder an der Marienschule
  • Teilnahme am Gemeindeleben der Heimatgemeinde

Aufgenommen werden katholische Schülerinnen und Schüler und darüber hinaus evangelische und zu einem geringen Anteil ungetaufte Schülerinnen und Schüler.

Sobald der Schulleiter über die Aufnahme der angemeldeten Schüler entschieden hat, erfolgt die Einteilung der Kinder in Klassen. Durch die Klassenzusammensetzung sollen möglichst günstige Voraussetzungen für ein gutes Miteinander beim Lernen in einer tragenden und stützenden Klassengemeinschaft geschaffen werden. Die Wahl der zweiten Fremdsprache (Latein oder Französisch), die ab Klasse 6 unterrichtet wird, spielt bei der Klassenbildung eine besondere Rolle.

Damit am Ende der Klasse 5 nicht erneut ein Eingriff in die Klassenzusammenstellung vorgenommen werden muss und die gewachsene Klassengemeinschaft erhalten werden kann, wählen die Kinder bereits nach ihrer Aufnahme, ob sie Latein oder Französisch als zweite Fremdsprache lernen möchten. Dazu wird eine Informationsveranstaltung für die Eltern der aufgenommenen Schülerinnen und Schüler durchgeführt. Auf einem Wahlzettel geben die Eltern nach eventueller Rücksprache mit Lehrpersonen der Grundschule ihre Wahlentscheidung bekannt, die im Laufe der Klasse 5 durchaus noch einmal revidiert werden kann, wenn die Entwicklung des Kindes das nahelegt.

„Kennenlerntag“

Noch vor den Sommerferien treffen die aufgenommenen Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern sich mit ihren neuen Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrern am sogenannten „Kennenlerntag“. Ziel der Veranstaltung ist es, unnötigen Sorgen über den neuen Schulabschnitt und Ängsten wegen des Verlustes der alten Freunde entgegenzuwirken. Die Kinder erfahren an diesem Tag ihre Klassenzugehörigkeit und sollen bei Kennenlernspielen erste Kontakte zu neuen Freunden knüpfen. Auch werden sie über den Schulanfang informiert, erhalten Hinweise auf die einführenden Projekttage und werden so auf den Neuanfang neugierig gemacht.

Die Eltern erhalten am Kennenlerntag Hinweise, wie sie sich in das Lernen ihres Kindes einbringen können und wie die Formen der Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule gestaltet sind. Die Eltern werden eingeladen, sich an verschiedenen Einrichtungen des Schullebens zu beteiligen. Dazu stellen sich der Verein der Freunde und Förderer mit seiner Arbeit vor, die Teams von Cafeteria und Bibliothek erläutern wichtige Mitwirkungsmöglich-keiten bei der Gestaltung des Schulalltags und Schüler präsentieren ihren Umweltbasar. Der wöchentlich stattfindende Basar bietet den Schülerinnen und Schülern umweltfreundliches Papier und andere Schulmaterialien an.

Projekttage zu Schuljahrsbeginn

Um eine entspannte Atmosphäre gemeinsamen Lernens zu schaffen, beginnt das neue Schuljahr der Klassen 5 mit drei Projekttagen, die außerhalb von Stundenplanzwängen mit den Regeln des Miteinanders vertraut machen, der Erstellung eines Klassenkalenders dienen, Freiräume für Übungen sozialen Lernens eröffnen und die Vergabe von Klassenämtern ermöglichen sollen. Dabei wird der Erfahrungshorizont der Schülerinnen und Schüler nicht auf die eigene Klasse eingeschränkt. Jeder Fünftklässler erhält eine Schülerin oder einen Schüler der Marienschule als persönlichen Paten, der sie bzw. ihn mit den verschiedenen Einrichtungen der Schule (Sekretariat, Cafeteria, Bibliothek, Getränkeautomat, Raum des Schülerrats, Sanitätsraum, Lehrerzimmer, diverse Info-Tafeln, Aushang der Stundenplanänderungen etc.) vertraut macht und in den Schulalltag einführt.

Alle drei Hauptelemente der Übergangsphase werden maßgeblich durch den Schulseelsorger mitgestaltet, der die christliche Prägung der Marienschule als erzbischöflicher Schule sowohl am „Tag der offenen Tür“ als auch am Kennenlerntag und durch einen Gottesdienst zu Schuljahrsbeginn erläutert und erfahrbar macht.

Weitere Elemente zur Verwirklichung des Integrationsziels sind Wandertage, gemeinsame Feste und die Klassenfahrt zu Beginn von 6.1. All das dient auch dazu, den Schülerinnen und Schülern Mitgestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen, damit sie lernen, für sich und ihre Mitschüler Verantwortung zu übernehmen. Unterrichtlich wird die Bereitschaft zur Mitgestaltung und Mitverantwortung durch Gruppen- und Projektarbeit in allen Fächern gefördert. Den Schülerinnen und Schülern wird dadurch vor Augen geführt, dass sie für ihren schulischen Erfolg auch selbst Verantwortung tragen.

Bei aller Selbst- und Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler ist es gleichwohl notwendig, dass Lehrkräfte und Eltern engen Kontakt halten, um die schulische Entwicklung des Kindes nach besten Kräften zu fördern. Um eine kontinuierliche Beobachtung und Begleitung während der Erprobungsstufe zu gewährleisten, finden vierteljährlich Erprobungstufen-Konferenzen statt, zu deren Vorbereitung alle Lehrer einer Klasse der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer ihre Beobachtungen und Eindrücke schriftlich mitteilen. Auf der Grundlage dieser vielfältigen Informationen werden die Lern- und Verhaltensentwicklung der einzelnen Kinder besprochen und Vorschläge zur Behebung von Verhaltensproblemen oder Lerndefiziten erarbeitet. Diese dienen als Grundlage für Gespräche mit den Eltern und Schülern, um zu einem Konsens im wohl verstandenen Interesse des Kindes zu kommen.

Gesprächsmöglichkeiten für die Eltern bestehen in Form einer Sprechstunde, die alle Lehrer der Schule anbieten. Klassenangelegenheiten werden auf Klassenpflegschaftssitzungen erörtert. Auch der Erprobungstufenleiter und der Schulleiter stehen jederzeit für Gespräche zur Verfügung.

Kompetenztraining in der Erprobungsstufe

Die Marienschule sieht es als eine wichtige Aufgabe an, Kompetenzen, die die Kinder aus der Grundschule mitbringen, zu erhalten und darüber hinaus gehende soziale und methodische Kompetenzen zu vermitteln. Auf diesem Hintergrund haben wir für die Stufe 5 und 6.1 ein einstündiges Kompetenztraining entwickelt, das den Kindern helfen soll, die Schullaufbahn möglichst erfolgreich zu absolvieren.

Beim Erwerb sozialer Kompetenz geht es um Übungen zur Selbst- und Fremdeinschätzung, um „Faires Streiten“, die Einführung eines Klassenrates und Übungen zum sozialen Lernen. Im Bereich der Arbeits- und Lerntechniken legen wir Grundlagen für das selbstständige Lernen. Dabei geht es um Lern- und Arbeitsorganisation, Merktechniken, die Vorbereitung von Klassenarbeiten, das „Lernen mit allen Sinnen“, Dokumentationsformen, Referattechniken, Teamarbeit und die Präsentation von Gruppenarbeitsergebnissen.

Das Kompetenztraining ist an den Fachunterricht eines Lehrers angebunden, wodurch die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten vertiefend und festigend eingeübt werden können. Auch finden sich Inhalte und methodische Bausteine des Kompetenztrainings in Einheiten des Fachunterrichts wieder, sodass die Nachhaltigkeit des Lernens gegeben ist. Wird so der nützliche Effekt von Arbeitstechniken und Methoden für die Schülerinnen und Schüler erfahrbar, kann man davon ausgehen, dass sie zunehmend bereit sind, ihr Lernen selbstständig und methodisch geschickt zu organisieren.

Selbstständiges Lernen

Alle Eingangsklassen arbeiten mit Modulen des selbstorganisierten individualisierten Lernens mit dem Ziel, eine größtmögliche Selbstständigkeit im Lehr-Lernprozess, wie er im weiteren Schulverlauf nach den Vorgaben in Kernlehrplänen und Curricula ausgewiesen ist, zu erlangen.

Schreibtraining in Klasse 5

Angesichts der erheblichen Unterschiede, die die Schülerinnen und Schüler in ihrer Schreibkompetenz aus der Grundschule mitbringen, und wegen der grundlegenden Bedeutung der Schreib- und Formulierungsfähigkeit für alle anderen Fächer bietet die Marienschule für die Kinder der Stufe 5 ein besonderes Schreibtraining an. Dabei geht es nicht nur um eine Verbesserung der Rechtschreibung, sondern auch um die Vermittlung grammatischer Grundkenntnisse, die die Schülerinnen und Schüler für eine Verbesserung ihrer Schreibfähigkeit und –routine dringend benötigen. Das Angebot richtet sich an diejenigen, bei denen durch die Deutschlehrer der Klassen 5 auf der Grundlage ihrer Unterrichtsbeobachtungen und eines für alle Schüler gleichen Probediktats ein zusätzlicher Förderbedarf festgestellt wird. Ab Klasse 6.2 können alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe an dem allgemeinen Angebot zur individuellen Förderung teilnehmen.

Suchtprophylaxe in der Erprobungsstufe

Angesichts der starken Präsens, die das Rauchen in Gesellschaft besitzt, besteht die Gefahr, dass Kinder einem Gruppenzwang erliegen und das Rauchen als nachahmenswert beurteilen. Suchtprophylaxe sollte im Sinne der Ich-Stärkung daher möglichst früh einsetzen. Ein Gegengewicht gegen die „Vorbildrolle“ von älteren Schülern und Erwachsenen kann durch die Antirauch-Kampagne „Be smart, don’t start“ gesetzt werden, an der sich regelmäßig Klassen der Stufe 6 im Politik- oder Deutschunterricht beteiligen. Durch die Teilnahme an dieser Aktion werden die Schülerinnen und Schüler in ihrem Vorsatz nicht zu rauchen zu einer Zeit bestärkt, in der ein Gruppendruck der Klasse noch nicht besteht oder nur in sehr geringem Maß entwickelt ist. Sie sind also für die Aufklärung über die Gefahren des Rauchens noch gut erreichbar und können ihr Wissen und ihre Einstellung zum Thema in Projektbeiträgen ausarbeiten und öffentlich präsentieren. Das bestärkt sie darin, zum Rauchen eine selbstbestimmte Haltung einzunehmen und auch durchzuhalten.

An diesem konkreten Beispiel der Beschäftigung mit Suchtgefahren lassen sich erste grundlegende Einsichten und Einstellungen anbahnen, die sich später bei erneuter Auseinandersetzung mit der Suchtproblematik aufgreifen und vertiefen lassen.

Heike Spennrath-Werges, Unterstufenkoordinatorin

Film

Die Medienerziehung im Bereich Film erfolgt in zwei Bereichen: Filmanalyse und Filmproduktion.

In vielen Fächer wie Englisch, Französisch und Deutsch gehört die Filmanalyse zum regulären Curriculum. Hier werden filmästhetische Mittel systematisch vorgestellt in ihrer Wirkungsweise untersucht.

Auch die Produktion von Filmen wird in verschiedenen Fächern durchgeführt. Besonders im Fach Literatur wurden in den vergangenen Jahren mehrfach Spielfilme als Kursprojekt erstellt. Ebenso wurde und wird in anderen Fächern wie Musik oder Deutsch das Filmequipment genutzt, um z.B. Videoclips zu erstellen oder literarische Texte in Auszügen filmisch umzusetzen.

Hierzu stehen an der Marienschule drei hochwertige Digitalkameras, zwei Stative und ein Außenmikrophon samt Angel zur Verfügung. Darüber hinaus bietet der neue Mac-Raum die notwendige, für Einsteiger leicht verstehbare Software, mit der die Schüler selbstständig ihre Filmmaterialien nachbearbeiten können. So besteht auch im Rahmen des regulären Unterrichts die Möglichkeit, kleinere oder größere Filmprojekte qualitativ ansprechend durchzuführen.

Thomas Zumbrink

Frankreichaustausch

Die Marienschule pflegt Kontakte zu einer Schule in Frankreich:

  • Das ist das Collège Camille Claudel in Villeneuve d’Ascq (Nord). Seit mehr als 10 Jahren nun schon findet unser Austausch mit diesem staatlichen collège (Alter der Schüler zwischen 12 und 15 Jahre) in Villeneuve in der Nähe von Lille statt. Die bequem mit dem Bus zu erreichende ville nouvelle und technopole verte Villeneuve d’Ascq ist die offizielle Partnerstadt von Leverkusen, so dass hier auch auf städtischer Ebene Verknüpfungen existieren. Der Austausch, der in der Regel den Schülerinnen und Schülern in der Klassenstufe 8 und 9 angeboten wird, findet jährlich statt und hat eine Teilnehmerzahl von 30 bis 40 Schülern. Neben dem einwöchigen Aufenthalt in Frankreich findet ein Gegenbesuch der französischen Schüler in Leverkusen statt.

Der Schüleraustausch dient der interkulturellen Begegnung zwischen jungen Menschen und Fremdsprachenlernern. Die Schüler sollen die Möglichkeit bekommen, sich mit den Gewohnheiten im Gastland vertraut zu machen und diese intensiv zu erfahren; dazu gehören insbesondere das französische Familienleben, der Alltag, die Erfahrungen und Probleme gleichaltriger Jugendlicher aus dem Nachbarland, das französische Schulsystem, aber auch die geographischen und soziokulturellen Besonderheiten der Regionen Nord-Pas-de-Calais und Pays-de-la-Loire/Bretagne.

Darüber hinaus wenden die Schüler die Fremdsprache an, probieren sich in dieser aus und erhalten dadurch einen deutlichen Sprachzuwachs. Wenn sie dann ihre französischen corres zum Gegenbesuch in Deutschland empfangen, bieten sie ihnen umgekehrt vielfältige Möglichkeiten, auf Deutsch zu kommunizieren und Deutschland als Nachbarland Frankreichs am Beispiel der Stadt Leverkusen und Umgebung bzw. des Bundeslandes NRW kennen zu lernen.

Wünschenswert ist die Aufrechterhaltung der Beziehung auch über das Jahr des Schüleraustauschs hinaus, so dass echte Freundschaften entstehen, die das besondere deutsch-französische Verhältnis im geeinten Europa auf privater Ebene erfahrbar machen.

Pia Mager

Kompetenztraining

KT-Stunde - Kompetenztraining in Stufe 5 und 6

Seit dem Schuljahr 2008/09 gibt es an der Marienschule für die Stufe 5 und seit diesem Schuljahr auch für die Stufe 6.1. das Kompetenztraining.

Das Training wird wöchentlich einstündig von einem Lehrer durchgeführt, der die Klasse auch im Fachunterricht hat, so dass das methodische und soziale Lernen immer in einem konkreten Zusammenhang mit dem Fachunterricht steht. Auch werden sich stets Inhalte und methodische Bausteine des KT-Unterrichts in verschiedenen Fachunterrichtseinheiten wiederfinden, damit die Nachhaltigkeit des Lernens gegeben ist und die Bedeutung der Arbeitstechniken und Methoden für die SchülerInnen deutlich wird.

Inhaltlich gesehen setzt das Kompetenztraining in Stufe 5 verschiedene Themenschwerpunkte. Zur Förderung der neuen Klassengemeinschaft beginnen wir mit Übungen zum sozialen Miteinander. Daran anschließend eröffnet ein Projekttag zur Arbeits- und Lernorganisation den Methodenreigen. Er soll Anregungen und Denkanstöße geben, wie ein geeigneter Arbeitsplatz aussieht, wie ein Heft ordentlich zu führen ist, wie man eine Schultasche so packt, dass alle Materialien im Unterricht da sind, wie man einen Zeitplan für eine Woche erstellt u.a. Damit sollen Hilfestellungen gegeben und Grundlagen zur Selbstorganisation gelegt werden.

Mit Übungen zum „Nein“ sagen, zur Wertschätzung, zum Spiegeln, zum Zuhören, zur Formulierung von „Ich-Botschaften“ und zum Kritik üben, wird ein zweiter Projekttag zum fairen Streiten eingeleitet. Hier sollen die Kinder lernen, wie sie sich selbst und das Miteinander im Klassenverband organisieren und Konflikte fair und konstruktiv lösen können.

Der nächste thematische Schwerpunkt des Kompetenztrainings ist dann das konzentrierte Arbeiten. Verstärkt werden dabei Konzentrations- und Merktechniken, z.B. zum Vokabellernen, vermittelt, Hilfen zur Planung der Vorbereitung einer Klassenarbeit gegeben und – im Fachunterricht entsprechend unterstützt – Techniken der Texterschließung eingeübt.

Darauf folgt eine Konzentration auf das (kooperative) Lernen in Gruppen. Gruppenarbeitsverhalten und Teamkompetenzen werden gefördert.

Im ersten Halbjahr der Stufe 6 werden die in Stufe 5 gelegten Grundlagen aufgegriffen und weiter entwickelt: So lernen die SchülerInnen, im Rahmen des Klassenrates eigenständig Themen in eine Tagesordnung aufzunehmen, mit Respekt vor den Wünschen und Bedingungen des Gegenübers unter Leitung von Mitschülern im Plenum zu besprechen und zu für die Klassengemeinschaft akzeptablen Lösungen zu kommen.

Das „Lernen mit allen Sinnen“ soll den Kindern schließlich – beginnend mit einem durch einen Pädagogikkurs der Stufe 11 erarbeiteten Projekttag - bewusst machen, welcher Lerntyp sie sind, welche Lernkanäle sie daher für ein effektives Lernen nutzen sollten und welche Lerntechniken für sie persönlich besonders geeignet sind.

Zuletzt werden – auch mit Blick auf die fachgebundene individuelle Förderung, die im 2. Halbjahr der 6. Stufe dann einsetzt – Selbstlerntechniken, Dokumentations- und Arbeitsformen des selbstständigen Lernens noch einmal verstärkt in den Blick genommen, damit die SchülerInnen die Förderstunde für sich erlebnis- und gewinnbringend nutzen können.

Die soziale und die methodische Kompetenz, sowie die Fähigkeit des selbständigen, selbstgesteuerten Lernens, sind wesentliche Bausteine des schulischen Erfolgs. Wir hoffen daher – und die bisherigen Erfahrungen bestätigen dies- mit unserem Kompetenztraining zu einer guten Klassengemeinschaft beizutragen, in der die Kinder einander respektieren und angemessen miteinander umgehen können.

Darüber hinaus wollen wir die methodischen Fähigkeiten der Kinder soweit fördern, dass sie zunehmend in der Lage sind, ihre Arbeit selbstständig zu planen und die Inhalte dann selbstständig und methodisch geschickt zu lernen.

Heike Spennrath-Werges / Petra Scharfenberg

Misereor-Partnerschule

Die Kooperation mit Misereor, dem Hilfswerk der Katholischen Kirche

Seit 1990 besteht eine Zusammenarbeit der Marienschule mit Misereor, dem Hilfswerk der Katholischen Kirche, bei Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. 2014 wurde die Marienschule zur offiziellen Partnerschule von Misereor ernannt.

Gemeinsam mit einheimischen Partnerorganisationen unterstützt Misereor Entwicklungsprojekte vor allem in den Elendsvierteln Afrikas, Lateinamerikas und Asiens.

Misereor wurde 1958 mit dem Ziel gegründet, vor allem die Ärmsten der Armen zu unterstützen.

Diese Unterstützung gilt für Menschen jeder Hautfarbe, jedes Glaubens und jeder Kultur. So vielfältig die Ursachen und Ausdrucksformen von Armut sind, so vielfältig sind auch die unterstützten Projekte. Nach dem grundlegenden Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht die Befähigung der einheimischen Bevölkerung ihr Leben und vor allem die Lebensbedingungen aktiv selbst in die Hand zu nehmen im Vordergrund. So werden mit den Spendengeldern vor allem Agrarprogramme, Bildungsprogramme, Programme zur Gesundheit und Hygiene, aber auch Programme zur Selbstverwaltung und Selbstorganisation unterstützt. Die Idee des fairen Handelns mit dem Gedanken gerechter Preise für Arbeit und Produkte wird in diesem Zusammenhang zentral mit unterstützt.

Die Zusammenarbeit zwischen Marienschule und Misereor mit Sitz in Aachen hat ihren Schwerpunkt in der Begegnung mit Projektleitern und Projektmitarbeitern aus Entwicklungsprojekten in Afrika, Lateinamerika und Asien gefunden, die regelmäßig anlässlich der jährlichen Fastenaktionen von Misereor die Marienschule besuchen. Hier kommt es zu Information von und Gesprächen mit Schülern, vor allem der Jahrgangsstufe 6, die sich mit der Thematik der Entwicklungshilfe im Politikunterricht beschäftigen.

Im Schuljahr 2015/16 hat die Marienschule eine Protestnote gegen den Bau eines Staudamms am Tapajós, einem Nebenfluss des Amazonas, unterstützt und konnte so dazu beitragen, den Bau zu verhindern. Pirmin Spiegel von Misereor schreibt dazu:

"Die Entscheidung der Umweltbehörde ist ein großer Schritt voran. Wir freuen uns, dass das Engagement unserer zivilgesellschaftlichen Partner in Brasilien erste Früchte trägt. Auch die vielen Unterzeichner unserer Petition hierzulande und in Brasilien haben dazu beigetragen“.

Die Schüler erhalten so ein weitgehend authentisches Bild von Entwicklungsprojekten in verschiedenen Regionen und Erde. Der Friedensnobelpreisträger Tu Chennareth aus Kambodscha berichtete über seine persönlichen Erfahrungen im Kampf gegen Landminen, Rita Pannicker Pinto über ihre Sozialarbeit mit Straßenkindern in Delhi, ein kolumbianischer Kaffeebauer zeigte das Gefälle zwischen Produktion und Lohn für die Arbeiter auf Kaffeeplantagen auf, ein brasilianischer Projektleiter schilderte, wie das Wiederaufnehmen traditioneller Landwirtschaftsformen in den Trockengebieten Ostbrasiliens die Selbstversorgung der heimischen Landwirte ermöglichte. Die Begegnung mit diesen Menschen führte über das Gespräch hinaus fast immer zur sofortigen Bereitschaft, mit Spendenaktionen aktiv zu helfen. Für die Stufe 6 etablierte sich so jährlich ein Solidaritätslauf für diese Projekte, über den ein maßgeblicher Beitrag zur Verbesserung einzelner Projekte geleistet werden konnte. Über 70.000 Euro konnten über diese Läufe bisher an Misereor weitergegeben werden.

Ein weiterer Aspekt der Entwicklungshilfe besteht an der Marienschule in der Unterstützung des Fairen Handels vor allem über die Cafeteria. Mit Einrichtung der Cafeteria im Jahr 1995 wurden auch Trans-Fair-Produkte der Gepa in den Verkauf einbezogen, um auf diese Weise den Gedanken des Fairen Handels auch innerhalb des Schullebens zu unterstützen.

Im Rahmen des globalen Lernens finden Inhalte zu aktuellen aber auch grundsätzlichen Überlegungen zur lebenswerten Gestaltung der einen Welt für alle Menschen Eingang in den Unterricht verschiedener Fächer.

Bruno Franken

Schreibwettbewerb

Bedeutung im Rahmen der individuellen Förderung

Der Wettbewerb wird seit 1988 einmal im Schuljahr, traditionell im Herbst, durchgeführt. Das jährlich wechselnde Thema wird von der Jury festgelegt. Die Schüler werden per Aushang in den Klassen über Thema, Abgabedatum und Organisation durch die Klassen- und Deutschlehrer informiert sowie durch Newsletter, Homepage und Intranet.

Folgende Informationen erhalten die Schüler: Teilnehmen können alle Schülerinnen und Schüler der MSO. Sie haben 4 Wochen Zeit, einen Text zu verfassen, der bei den Lehrern der Jury (auch über die Klassen- oder Deutschlehrer) abgegeben wird.

Eingereicht werden können alle Textsorten. Wichtig ist nur, dass der Text selbst verfasst wurde. Kriterien für eine positive Bewertung sind Phantasie und Originalität.

Jeder Teilnehmer darf nur einen Text (max. 2-3 DIN A-4, wenn nicht handschriftlich, dann 1½-zeilig Maschinen geschriebene Seiten) einreichen. Es können aber auch (max.) 2 Schüler einen gemeinsamen Text abgeben.

Die eingereichten Texte werden in drei Altersgruppen (Ag) aufgeteilt; Ag. 1: Klassen 5-6; Ag. 2: Klassen 7-9; Ag. 3: Stufen 10-13. Sie werden für die Jurymitglieder anonymisiert.

Die Jury setzt sich aus 3 Schülern, 3 Eltern und 3 Lehrern der Marienschule zusammen, die sich 1:1:1 auf

die drei Ag verteilen. Jeder hat gleiches Stimmrecht bei der Festlegung der Siegertexte. Um eine möglichst große Objektivität zu gewährleisten, werden alle Jurymitglieder einer Ag zugeordnet, zu der sie wenig Kontakt hat: Ein Unterstufenschüler bewertet die Ag 2, ein Elternteil eines Mittelstufenschülers die Ag 3, ein Lehrer mit mehreren Oberstufenkursen, aber wenig Unterricht in der Unterstufe die Ag 1.

Die Beteiligung liegt meist bei 60 Schülern, 2011 reichten 115 Schüler Texte ein.

Es werden die drei besten Texte je Ag ausgewählt. Bei der öffentlichen Preisverleihung, einer sehr stimmungsvollen Veranstaltung im Atrium, werden sie „Siegertexte“ von den Verfassern vorgetragen. Diese Texte werden im Marienschuljahrbuch (MaJa) veröffentlicht. Die örtliche Presse wird zu der Preisverleihung eingeladen und durch die Jury über die Ergebnisse informiert.

Jeder Mitwirkende wird bei der Preisverleihung namentlich genannt und erhält ein kleines Präsent. Die Sieger erhalten Gutscheine des örtlichen Buchhandels.

Es hat sich gezeigt, dass die Sieger nicht unbedingt mit den Schülern identisch sind, die im Fach Deutsch die besten Noten haben. Die Sprachfertigkeit und Kreativität spielen hier eine erheblich stärkere Rolle als die analytischen Fähigkeiten im Deutschunterricht.

Einbindung der Schüler

Die Autoren sind natürlich in höchstem Maße eingebunden.

Aber 3 Schüler sind auch als Juroren dabei: Die Schüler, die in der Jury mitarbeiten, sind gleichberech-tigte Partner der Erwachsenen und entscheiden mit über das Thema und die Rangfolge der Arbeiten. Die individuelle Förderung für sie besteht in der Bewertung fremder Texte vor dem Hintergrund der für sie fremden Altersgruppe sowie in der Durchführung der Organisation eines Wettbewerbs.

Einbindung der Eltern

Sie sind mit einem Drittel gleichberechtigt mit Schülern und Lehrern in der Jury vertreten (s.o.)

Die Organisation der Preisverleihung wird von den Eltern in hohem Maße unterstützt (Erstellen der Urkunden, Präsente für die Schüler, Herrichtung des Raumes).

Einbindung der Kolleginnen und Kollegen

Sie werden per Aushang, Infobrief (insbes. die neuen Kollegen) (s. Anhang) über Thema und Organisation informiert sowie über die allgemeinen Grundsätze in der Deutsch-Fachkonferenz. Ein Brainstorming zum jeweiligen Thema im Unterricht mit den Klassen ist den (Deutsch-)Kollegen als wünschenswert bekannt. Themenvorschläge können jederzeit eingebracht werden.

Die Mitarbeit in der Jury steht allen Kollegen offen. Wünschenswert ist die Besetzung mit sowohl männlichen als auch weiblichen Kollegen sowie mit Deutsch- und Nicht-Deutschlehrern (z.Z. 2 Frauen (D/Sport, D/Ek), 1 Mann (M/L)), um die individuelle Förderung deutlich zu machen und die Abgrenzung vom Deutsch-Unterricht.

Elke Heise

Schüler fördern Schüler

Seit einigen Jahren gibt es an der Marienschule Opladen das vom Gremium entwickelte Förderunterrichtskonzept „Schüler fördern Schüler“.

Es handelt sich hierbei um eine Nachhilfeaktion, bei der ältere Schüler der Stufen 8-10 jüngeren Schülern der Stufen 5-7 in den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch, Französisch und Latein kostenlos Nachhilfe geben. Am Anfang jedes Schuljahres können sich Schüler, die die Nachhilfe in Anspruch nehmen wollen und Schüler, die freiwillig Nachhilfe geben wollen, für diese Aktion anmelden. Nach Ablauf der Anmeldefrist wird jedem Nachhilfeschüler ein passender Nachhilfegeber zugeteilt. Die Nachhilfe findet in der Regel einmal wöchentlich im Anschluss an den normalen Schulunterricht im Schulgebäude statt. Eine Nachhilfestunde dauert 45 Minuten. Der Nachhilfegeber hilft seinem Nachhilfeschüler bei den Hausaufgaben oder bei speziellen Fragen zum Unterrichtsinhalt. Am Ende des Schuljahres bekommt der Nachhilfegeber als kleines Dankeschön für seine Bemühungen wahlweise einen Gutschein von H&M oder Saturn.

Besonders an diesem Konzept ist der Aspekt der ehrenamtlichen Hilfe, vor der erfreulich wenige Schüler zurück schrecken. Die Nachhilfeaktion erfreut sich großer Beliebtheit und ist nach wie vor erfolgreich.

Durchgeführt wird das Konzept vom jeweiligen Referenten für Schülerförderung, der im Gremium vertreten ist.

Schulsanitätsdienst

Der Schulsanitätsdienst bildet eine Arbeitsgemeinschaft an der Marienschule. Schulsanitäter sind Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8, die vom Malteser Hilfsdienst in Erster Hilfe und im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen professionell ausgebildet werden. Dabei ist die Ausbildung modular, mit wachsendem Tiefegrad aufgebaut: Erste Hilfe EH 02, Erweiterte Erste Hilfe EH 09, SSD-Ergänzungsmodul zur EH 09.

Die falchliche Ausbildung der Schulsanitäter erfolgt durch Herrn Dr. Nolte, Lehrer der Marienschule und Ausbilder der Malteser. Er fungiert gleichzeitig als Verbindungslehrer des Sanitätsdienstes und hält Kontakt zur Schulleitung.

Nach der Ausbildung sind die Schulsanitäter gut vorbereitet auf die Einsatzsituationen in der Schule. Sie verfügen über ein Alarmierungs- und Kommunikationssystemsystem über gespendete Funkgeräte, einen transparenten Dienstplan mit klaren Zuständigkeiten und eine definierte räumliche und materielle Ausstattung, die durch Spenden finanziert wird. Während der Unterrichtszeiten, in den Pausen sowie bei Schulveranstaltungen übernehmen die Schulsanitäter im Rahmen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten den Sanitätsdienst in der Schule. Sie arbeiten im Team und haben feste Abläufe. Jeder Einsatz wird dokumentiert und nachbereitet.

Zur Organisation ihrer Arbeit wählen die Schulsanitäter eine Leitung aus ihren Reihen, die in Zusammenarbeit mit dem Verbindungslehrer Dienstpläne erstellt und den Alltag plant. Die Schulsanitäter übernehmen Verantwortung für die ihnen zur Verfügung gestellten Räume und Materialien. In regelmäßigen Abständen wird die Arbeit des Schulsanitätsdienstes von Schulsanitätern/innen, Schule und Maltesern gemeinsam reflektiert. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, auch außerhalb der Schule Angebote und Fortbildungen der Malteser wahrzunehmen.

Der Schulsanitätsdienst ergänzt das Bildungsangebot der Marienschule, insbesondere vor dem Hintergrund der immer längeren täglichen Verweilzeiten der Jugendlichen an ihrer Schule. Neben der Erste-Hilfe-Leistung dient der Schulsanitätsdienst auch der Werteentwicklung und dem Aufbau sozialer Kompetenz. Malteser Schulsanitäter lernen, Verantwortung zu übernehmen, mutig im Team einen Dienst zu tun, bei dem es auf Zuverlässigkeit, Engagement und Teamgeist ankommt. Dies stärkt ihre Persönlichkeit, ihr Rückgrat, ihr Selbstbewusstsein.

Dr. Matthias Nolte

Schulseelsorger

Als eine „Erzbischöfliche Schule“ hat unsere Schulgemeinde einen Schulseelsorger. Diese Aufgabe hat seit einigen Jahren Herr Michael Ottersbach inne, der gleichzeitig Stadtjugendseelsorger ist. Der Schulseelsorger ist zusammen mit dem Koordinator für Schulseelsorge, Herrn Ansgar Szwierczynski, zuständig für die Organisation und Durchführung der Schulgottesdienste, für die Gestaltung der Besinnungstage (die in Kooperation mit Misereor durchgeführt werden), für die Vorbereitung der Wallfahrten und religiöser Feste – z.B. der Frühschichten im Advent -, und er ist Ansprechpartner für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler in Glaubensfragen. Er ist Mitglied der Fachkonferenz Religion und im Regelfall auch selber Religionslehrer. In Zusammenarbeit mit dem Kollegium sowie Eltern und Schülern ist er insgesamt für die Ausgestaltung und Weiterentwicklung des religiösen Profils unserer Schule maßgeblich verantwortlich.

Werner Voß

Sozialpraktikum

Seit mehr als 10 Jahren gibt es an der Marienschule ein zweites Berufspraktikum: Das Sozialpraktikum. Es findet in der Regel um den Halbjahrswechsel herum statt und dauert insgesamt 2 bis 3 Wochen.

Die Schülerinnen und Schüler besorgen sich selbstständig ihre Praktikumsstellen in sozialen Einrichtungen: Integrative Kindergärten, Krankenhäuser, Sozialstationen, Förderschulen und integrative Grundschulen, Obdachlosenasyle, Altenheime, Leverkusener Tafel, Sozialdienste, Werkstätten für Behinderte et al.

Das Praktikum wird von den Religionslehrerinnen und Lehrern der Stufe vorbereitet. Diese sind auch für die Auswertung der Praktikumsberichte zuständig. Während des Praktikums werden die Schülerinnen und Schüler von einem Lehrer / einer Lehrerin besucht. Am Ende des Praktikums gibt es einen Reflexionstag mit Abschlussgottesdienst in der Remigiuskirche.

Werner Voß

Streitschlichtung

„Die Kunst des fairen Streitens“ Die Fähigkeit fair streiten zu können, wird an der Marienschule im Rahmen des Kompetenztrainings erlernt und hier auch eingeübt.

Übungen der Wertschätzung, des Wahrnehmens und Ausdrückens von Gefühlen, des Grenzen Setzens und Einhaltens, des „Nein“ Sagens, Zuhörens und Spiegelns sind einem zweitägigen Projekttag vorangestellt.

Die erworbenen Fertigkeiten sollen dazu beitragen, Konflikte nicht eskalieren zu lassen, sie sollen die SuS in die Lage versetzen, kleinere Konflikte fair austragen und selbst verpflichtende Lösungen miteinander aushandeln zu können. Bei schweren Konflikten wählen die betroffenen Schüler einen Mediator, mit dem beide Parteien einverstanden sind.

Die erlernten Regeln werden im Klassenrat weiter eingeübt.

Die benötigten Materialien stehen den KT- Lehrern, den sie unterstützenden Kollegen, Eltern und mit in die Projekttage eingebundenen Schülern der Oberstufe (Pädagogikkurse) zur Verfügung.

Werdegang: Im Jahr 2006 nahmen 23 Kolleginnen und Kollegen an der Fortbildung „Die Kunst des fairen Streitens“, durchgeführt von Frau Willms, teil. (Das Projekt Fair – Streiten- lernen wurde von der Dipl.-Psych. Siglinde Willms und P. Johannes Risse entwickelt.)

Im Anschluss fragten wir, eine Gruppe der Teilnehmer der Fortbildung, bei Eltern der damaligen Stufe 5 nach, ob sie Interesse hätten, das von uns vorgestellte Programm an zwei Tagen kennenzulernen. Das Interesse war groß, die Rückmeldung der schließlich 23 Teilnehmer zum Abschluss beider Tage sehr positiv. Aus dieser Elterngruppe waren mehrere Eltern bereit, uns im Weiteren zu unterstützen.

Mit Hilfe einiger Eltern und Schüler eines Leistungskurses Pädagogik fanden dann Ende 2007 und Anfang 2008 für alle Klassen 5 und 6 zwei Projekttage zum Fairen Streiten statt.

Die anschließende Evaluation ergab, dass wir das Projekt mit kleinen Veränderungen fortführen wollten. Die Arbeitsgruppe zur Konzeption des Fairen Streitens, die nunmehr nicht nur aus Lehrerinnen, sondern auch aus Eltern bestand, hat dann an den Feinheiten gefeilt (siehe Protokolle der Sitzungen).

Seither wird das faire Streiten nach Absprache der jeweils das Kompetenztraining unterrichtenden Lehrer in Stufe 5 oder 6 durchgeführt.

Dabei wird ein Kollege, der mit dem Ablauf vertraut ist, dies ist in der Regel der KT-Lehrer, von einem weiteren Kollegen, meist dem Klassenlehrer, unterstützt. So haben weitere Kollegen das Konzept im Laufe der Jahre kennengelernt.

Der Klassenlehrer ist am häufigsten mit Konflikten innerhalb seiner Klasse konfrontiert und kann die Kinder dann bei Bedarf an die erlernten Muster erinnern.

Die Erfahrungen der Kollegen, die die unterstützenden Pädagogikkurse unterrichten, gehen dahin, dass ihre Schüler und Schülerinnen diese praktische Arbeit schätzen und gewinnbringend nutzen.

Von den Kindern der Orientierungsstufe werden die Schüler der Oberstufe als besonders glaubwürdig wahrgenommen.

Die Rückmeldung der KT- Lehrer ergab, dass die Einführung des Klassenrates (seit 2009) eine wichtige und sinnvolle Ergänzung ist, das im fairen Streiten erworbene Gesprächsmuster weiter einzuüben.

Suchtprophylaxe

Suchtvorbeugung

„Die Frage, wie Suchtgefährdungen begrenzt werden können, richtet sich an viele Verantwortliche und betroffene Bereiche und Institutionen unserer Gesellschaft - auch an die Schule. Zwar verursacht die Schule nicht zentral Risikoentwicklungen der Kinder und Jugendlichen; entsprechend kann sie auch nicht für die Vielzahl gesellschaftlich defizitärer Entwicklungen kompensatorisch aufkommen. Andererseits bietet die Schule aber als planvolle, vieljährige Veranstaltung, in der alle Heranwachsenden einen Teil ihrer Lebenszeit verbringen, spezifische Möglichkeiten zur Suchtprävention.“

Schulische Suchtvorbeugung ist keine isolierte drogenspezifische Einzelmaßnahme, sondern eine umfassende Aufgabe aller am Schulleben Beteiligten. Sie ist ein Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrags unserer Schule.

Die schulische Suchtvorbeugung fördert die Fähigkeit der Heranwachsenden, angemessen und selbstverantwortlich mit persönlichen und sozialen Problemen, Konflikten und Realitätsanforderungen umzugehen. Daneben zielt sie auf einen rechtlich angemessen und selbstverantwortlichen Umgang mit Drogen.

Dagegen liegt akutes Suchtverhalten außerhalb der Behandlungsmöglichkeiten durch die Schule. Die Schule kann einen wichtigen Beitrag zur Prävention leisten, nicht aber Therapie und Krisenintervention, die über "Erste Hilfe" hinausgehen.

Hier kann die Schule beraten und Adressen geeigneter Hilfseinrichtungen vermitteln.

Suchtvorbeugung als Teil der Gesundheitserziehung

Die Suchtvorbeugung ist eingebunden in den Bereich der Gesundheitserziehung. Ganzheitliche Gesundheit zielt auf die Förderung des körperlichen Wohlbefindens ebenso wie auf die Förderung des geistig-seelischen Wohlbefindens, der Persönlichkeit, der sozialen Kompetenzen und Bezüge und der psychosozialen Prävention.

Zu einer ganzheitlichen Gesundheitserziehung tragen neben der Suchtvorbeugung viele Bereiche unserer schulischen Arbeit bei.

(Der Sportunterricht, das Angebot an jüngere Schüler zur aktiven Pausengestaltung, der Biologieunterricht mit Inhalten zur gesunden Ernährung, Wandertage, Klassenfahrten mit erlebnispädagogischem Schwerpunkt, Stufenfahrten und Schüleraustausche, die Theater- und Orchesterarbeit, die Besinnungstage in Stufe 8 und 12, Gottesdienste, das Sozialpraktikum in Stufe 11, das Projekt „Fair Streiten“ im Rahmen des Kompetenzunterrichtes, Übungen zum sozialen Lernen im Rahmen der Kennenlerntage und des Kompetenzunterrichts, eine individuelle Beratung in persönlichen Krisen durch die Beratungslehrer der Schule, eine Kooperation mit externen Partnern im Rahmen der Gesundheitsprojekte und der Präventionsarbeit, AG-Angebote….)

Umsetzung der schulischen Suchtvorbeugung an der Marienschule

Da Prävention besonders bei Nichtkonsumenten effektiv ist, muss Prävention frühzeitig einsetzen. Wir nehmen regelmäßig am Wettbewerb „be smart- don`t start“° teil, bei dem sich die Kinder der 6. oder 7. Klassen verpflichten, innerhalb eines halben Jahres nicht mit dem Rauchen zu beginnen. Klasseninterne Projekte vertiefen die Thematik.

So sollen die Schüler frühzeitig eine durch die Klassengemeinschaft unterstützte Haltung gegen den Tabakkonsum entwickeln.

Die gesundheitlichen Folgen des Rauchens werden darüber hinaus bereits im Biologieunterricht der Stufe 5 vermittelt.

In Stufe 7 findet ein Projekttag außerhalb der Schule und des üblichen Zeittakts statt, dessen Inhalte in einer 6-stündigen Unterrichtsreihe fortgeführt und im Politikunterricht vertieft werden. In diesem Projekt geht es nicht um Abschreckung oder Drogenkunde, sondern um die grundlegende Erkenntnis, dass „Sucht“ mit jedem einzelnen und seiner Lebensgeschichte zu tun hat und daher kein Problem von Randgruppen der Gesellschaft ist, sondern jeden betreffen kann. Es werden Stationen des Weges in die Sucht am Beispiel verschiedener stoffgebundener und nicht stofflicher Süchte aufgezeigt. Und es geht darum, Verhaltensalternativen bewusst werden zu lassen, die es erlauben, mit Krisen und Problemen angemessen umzugehen. Präventive Ziele der Woche sind ebenfalls die Stärkung des Selbstwertgefühls des einzelnen und des Zusammenhörigkeitsgefühls der Klasse. Im Rahmen des Projektes arbeiten wir mit einer Gruppe der Anonymen Alkoholiker zusammen, die von ihrem Weg in die Sucht berichten.

Für die Eltern der Stufe 8 findet regelmäßig ein Elternabend in Zusammenarbeit mit der Suchthilfe Leverkusen zum Thema „Entwicklungsaufgaben und Gefährdungen des Jugendalters“ statt. Die Entwicklungsaufgaben im Jugendalter werden ebenso aufgezeigt, wie Möglichkeiten der Unterstützung durch die Eltern. In Stufe 9 wird in Zusammenarbeit mit der AOK ein Projekt zum Themenbereich der Essstörungen durchgeführt.

Die Wirkung von Opiaten auf das Zentrale Nervensystem ist dann ein Schwerpunktthema des Biologieunterrichts. Ein größerer Teil des Kollegiums hat an Fortbildungen zur Suchtvorbeugung teilgenommen. Darüber hinaus haben Frau Walthier, Frau Scharfenberg und Herr Scharfenberg eine Ausbildung zur Suchtprophylaxe. So ist gewährleistet, dass Lehrer als Beratende von Schülern oder Eltern angesprochen werden können.

Neben den Lehrkräften, die in der schulinternen Beratung tätig sind, gibt es für die unterschiedlichen Problemsituationen auch externe Ansprechpartner, deren Adressen von den Beratungs- und Suchthilfelehrern weitergegeben werden.

  1. www.besmart.info
  2. www.suchthilfe-lev.de

Petra Scharfenberg

Unterstützende Förderung

Individuelle Förderung - unterstützende Förderung in den Stufen 6.2, 7, 8 und 9

Die Marienschule bietet unterstützende Förderung in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch und Latein an.

Schülerinnen und Schüler, die an unseren Angeboten der Individuellen Förderung teilnehmen, arbeiten in den o.a. schriftlichen Fächern mit speziellen Fördermodulen (Lernmappen) zu ausgewählten Themenschwerpunkten. Sie arbeiten individuell und selbstständig, werden jedoch bei Bedarf von anwesenden Fachlehrerinnnen und Fachlehrern unterstützt und begleitet. Wie möchten darauf hinweisen, dass unsere unterstützende Förderung kein Nachhilfeunterricht im traditionellen Sinne und auch keine gezielte Vorbereitung von Klassenarbeiten ist. Sie bietet Schülerinnen und Schülern vielmehr die Möglichkeit, aus unterschiedlichsten Gründen entstandene Wissenslücken innerhalb einiger Wochen gezielt und intensiv zu schließen.

Wir bieten drei Förderstunden pro Woche an, am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, jeweils im Anschluss an den Unterricht, sodass unsere Schülerinnen, je nach Stundenplan, den Tag selber bestimmen und - bei Bedarf - auch zwei Mal pro Woche am Förderunterricht teilnehmen können.

Teilnahme und Anmeldeverfahren

Prinzipiell kann jede Schülerin/jeder Schüler an den Förderangeboten teilnehmen und sich anmelden. Neben der freiwilligen Teilnahme beraten die jeweiligen Fachlehrerinnen und Fachlehrer der betroffenen Jahrgangsstufen auch ihre Lerngruppen und sprechen auch konkrete Empfehlungen aus. Im Falle einer solchen Empfehlung sollten Schülerinnen am Förderunterricht teilnehmen, möchten sie dies dennoch nicht, müssen sie sich selbst um die Aufarbeitung bestehender Lücken kümmern und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Wird die Teilnahme an einem Fördermodul trotz Empfehlung nicht gewünscht, bestätigen die Eltern dies auf einem dafür vorgesehenen Formblatt schriftlich.

Die Anmeldung zu den Fördermodulen findet im Sekretariat statt. Die entsprechenden Anmeldeformulare können von unserer Informationsplattform MSO intern heruntergeladen werden. Die Teilnahme an einem Fördermodul ist verbunden mit der Entrichtung eines Unkostenbeitrags von 1 Euro bei Abgabe des Anmeldeformulars. Die Anmeldung für ein Fördermodul sollte, nach Möglichkeit, eine Woche vor Aufnahme der Arbeit erfolgen.

Die teilnehmenden Schülerinnen verpflichten sich, regelmäßig an der von ihnen gewählten Lernmappe zu arbeiten und sie auch vollständig zu bearbeiten. Alle unsere Module erfordern ein mehrwöchiges Arbeiten (ca. 3-7 Wochen). Erst nach vollständiger Bearbeitung eines Moduls dürfen die Schülerinnen die Mappe mit nach Hause nehmen.

Im Rahmen unserer außerunterrichtlichen Aktivitäten und zahlreichen fest etablierten Arbeitsgemeinschaften fördern wir auch besondere Interessen und Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler. Über weitere Möglichkeiten der Begabungsförderung denken wir zur Zeit - auch im Rahmen der aktuellen Schulprogrammarbeit - verstärkt nach.

Elisabeth Mies