Bildung – Ein gefährdetes Gut! – Dr. Matthias Burkhard, Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität Köln

Seit geraumer Zeit wird im Namen der Schulleistungsstudie PISA und des Bologna Prozesses im Bereich der Hochschulen das Bildungswesen umgekrempelt. Die Erfolge scheinen der Politik Recht zu geben: Die Ergebnisse in den internationalen Vergleichsstudien werden besser und die Zahl der erfolgreichen Abiturienten wächst stetig.
Auf der anderen Seite beklagen nicht nur Eltern den Verlust von Kindheit und Jugend durch G8, sondern Hochschulen und Betriebe konstatieren mangelnde Studierfähigkeit und Ausbildungsreife. Und eine wesentliche Frage bleibt weitgehend unbeantwortet: Ist das Bildungssystem überhaupt noch ausgerichtet an dem, was die Tradition einmal Bildung nannte?
Der Vortrag wirft einen Blick hinter die Kulissen der Reformen, benennt Strategien und Akteure, und setzt sich mit den propagierten Modellen auseinander. Sollen Lehrer zukünftig Lernbegleiter sein? Gibt es so etwas wie digitale Bildung? Was bedeutet Individualisierung? Der kritische Blick soll aber auch den Blick auf wesentliche Momente des Pädagogischen öffnen: Die pädagogische Beziehung und Fachlichkeit als Basis von bildendem Unterricht.

Dr. Matthias Burchardt ist Akademischer Rat an der Universität zu Köln, Forschungsschwerpunkte: Allgemeine Pädagogik, Anthropologie, Bildungspolitik. Er ist Initiator der Kölner Erklärung „Zum Selbstverständnis der Universität“ und Geschäftsführer der ›Gesellschaft für Bildung und Wissen‹,

Mi. 08.02.2017, 19:30 Uhr
Aula der Marienschule Opladen,
An St. Remigius 21, 51379 Leverkusen

Gebühr: 5 € , Schülerinnen und Schüler frei

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