"Alle haben schon einen Rettungswagen gerufen, nur ich nicht... !" Außenstehenden mag diese Aussage einer Schulsanitäterin komisch, ja befremdlich vorkommen. Sind Sanis ähnlich blutgeil wie Vampire? Nein, so ist es nicht und so ist auch die Aussage nicht zu verstehen. "Sani sein" bedeutet auch immer im Zwiespalt zu leben, zwischen dem "Anwenden wollen" dessen, was man gelernt hat und dem Wohl der MitschülerInnen und Lehrer.

Begonnen hat alles im Jahre 2009 mit einer kleinen Gruppe von sechs Schülerinnen der Klasse 9. Gerade war der zweite von Herrn Dr. Nolte an der Marienschule geleitete Erste-Hilfe Kurs vorbei. Und sechs Teilnehmerinnen hatten noch nicht genug. Sie wollten sich in Erster Hilfe weiterbilden und ihr Können der Schulgemeinschaft zur Verfügung stellen: Der Wunsch, einen Schulsanitätsdienst an der Marienschule ins Leben zu rufen, war geboren. Nach viel Überzeugungsarbeit bei Schulleitung und im Lehrerkollegium begannen die Schulsanitäterinnen in den großen Pausen im neu renovierten Sani-Raum (Raum 018) ihren Dienst.

Inzwischen sind die Sanis aus dem Schulleben nicht mehr weg zu denken. Derzeit 32 Schülerinnen und Schüler engagieren sich im Pausendienst oder bei Schulveranstaltungen für die Gesundheit von Mitschülern, Lehrern und Besuchern. Auf den jeweils zu Beginn des Schuljahres angebotenen Erste-Hilfe-Kurs folgt zur Vertiefung ein Kurs „Erweiterte-Erste-Hilfe“ und – bei Interesse und Zeit – noch ein Notfallhelfer-Kurs. Während der Unterrichtszeit sind immer zwei Sanis für Notfälle per Funk erreichbar. Ein Koordinationsteam plant zusammen mit Herrn Nolte die regelmäßigen Fortbildungen, erstellt Dienstpläne und hält ein Auge auf die medizinische Ausrüstung.

Im Notfall sind wir in den Pausen im Krankenzimmer (Raum 018) und während des Unterrichts über das Sekretariat erreichbar. Bei Veranstaltungen sind wir an gut gekennzeichneten Standorten zu finden.

Im Folgenden können Sie sich über den Schulsanitätsdienst der Marienschule Opladen informieren.







AUFGABEN

Zu unseren Aufgaben gehören:

  • Behandlung und Betreuung erkrannkter / verletzter Schülerinnen und Schülern - wenn notwendig Stabilisierung der Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes

  • Unterstützung des Rettungsdienstes

  • Protokollieren der Hilfeleistungen und Auswertungs der Protokolle im Rahmen des Sicherheitsmanagements der Schule

  • Sanitätsdienstliche Betreuung von Schulveranstaltungen

  • Überprüfung und Ergänzung von Erste-Hilfe-Material in Fachräumen und Ausstattung von Klassen und Kursen mit Erste-Hilfe-Material für Fahrten

alt text alt text




ALARMIERUNG

Während der Unterrichtszeit...
... haben täglich zwei erfahrene Schulsanitäter Rufbereitschaft. Vor der ersten Stunde holen sie sich den Saniraumschlüssel im Sektrariat ab und nehmen ein Funkgerät mit in den Unterricht. Bei Notfällen während der Unterrichtszeit alarmiert uns das Sekretariat über dieses Funkgerät. Was dann passiert, haben wir hier einmal als Fotostory zusammengestellt:

alt text

In den großen Pausen...
... sind wir mit mehreren Sanis zur Behandlung und Betreuung von Verletzten im Sani-Raum (Raum 018) präsent.




AUSSTATTUNG

Erste Hilfe leisten wir in unserem Saniraum (Raum 018) direkt neben Lehrerzimmer und Sekretariat. Hier findet sich die Basisausstattung für einen Sanitätsraum: eine Liege, ein Waschbecken, ein Erste-Hilfe-Schrank und eine Trage.

alt text

Zu unseren "Luxusgütern" gehört ein Mini-Kühlschrank für die Kühlpacks, eine Mikrowelle zum Erwärmen von Kirschkernkissen, Tassen und Wasserkocher für einen beruhigenden Tee bei Bauchschmerzen und ein Bücherregal mit diverser Erste-Hilfe-Fachliteratur.

alt text

Um auch Patienten außerhalb des Saniraums fachgerecht versorgen zu können, ist der Sanidienst mit 2 Rucksäcken, einer Trage und einem Rollstuhl ausgestattet (der aber mehr von unseren Literaturkursen, als von uns verwendet wird...)

Die Rucksäcke sind mit all dem befüllt, was ein Notfallhelfer (First Responder) so bei einem Einsatz brauchen könnte: neben diversen Verbandsmaterialien, Traubenzucker, Wunddesinfektionsmittel, eine Decke, ein Blutdruckmessgerät, einen Pulsoxymeter, Ambu-Beutel, Guedeltubus, Stiff Neck, Kühlpacks, Handschuhe, und natürlich auch Sani-Westen, um erkannt zu werden, wenn es mal unübersichtlich wird.

Bei unserem roten Rücksack müssen wir immer wieder mal aufpassen, dass der Rettungsdienst ihn nach einem Einsatz nicht aus Versehen mit einpackt... .

AED-Defibrillator
Inzwischen haben wir an der Marienschule zwei AEDs (Automatischer Externer Defibrillator - kurz Defi). Einer der Defis hängt für alle griffbereit im Saniraum neben der Türe. Ein weiterer findet sich in der Aula, da hier regelmäßig bei Veranstaltungen eine großes Personenaufkommen ist. Die Defis sind eine unterstützende Maßnahme zur Herzlungenwiederbelebung (drücken und beatmen), ersetzt diese aber keinesfalls!

Angeschafft werde konnte der erste Defi durch eine großzügige Spende der Firma Currenta im Rahmen der Spendenaktion "Nachbarschafft Hilfe" 2010. Das zweite Gerät wurde der Schule durch das Erzbistum Köln als Schulträger zur Verfügung gestellt. alt text

Erste-Hilfe-Material für Ausflüge und Klassenfahrten
Für Klassenfahrten, Studienfahrten und Exkursionen halten wir im Saniraum acht weitere, kleine Taschen vor, welche sich die Lehrerinnen und Lehrer bei uns abholen können. Diese beinhalten alle Material zur Wundversorgung plus Zeckenzange und Pupillendiagnoseleuchten. Die zurück kommenden Taschen werden dann von uns wieder neu befüllt.




AUSBILDUNG

Beginn einer jeden Schulsanitäter-Karriere ist ein Erste-Hilfe-Kurs (Modul 1, 9UE), der jährlich im ersten Halbjahr für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 durchgeführt wird.

Nach diesem Kurs kann man sich für eine Mitarbeit bei den Sanis entscheiden. Es folgt eine Einarbeitung in den „Sanialltag“ durch erfahrenere Schulsanitäter.

Im Folgejahr geht's dann weiter mit Modul 2:

  • Grundlagen der Malteser (6 UE)
  • Organisation SSD (3 UE)
  • Der Patient (4 UE)
  • Herz-Kreislauf und Atmung (7 UE)
  • Eigenschutz (1 UE)
  • Abdomen (1 UE)
  • Trauma (8 UE)
  • Neurologie (1 UE)
  • Sonstige Erkrankungen (2 UE)
  • Fallbeispiele (3 UE)

Insgesamt umfasst die Ausbildung 45 UE

In regelmäßigen Sani-Treffen werden darüber hinaus Routinen geübt, Wissen vertieft und Einsätze vor- und nachbesprochen.

Alle Kurse werden von unserem Betreuungslehrer und Ausbilder bei den Maltesern, Herrn Dr. Nolte, durchgeführt.

alt text

Seit 2014 haben wir die Möglichkeit, im Anschluss noch an einem Notfallhelfer-Kurs ("First Responder") der Malteser Langenfeld (http://www.malteser-langenfeld.de) teilzunehmen.


2016 wurde in Leverkusen wieder eine aktive Malteser-Jugend-Gruppe gegründet. 8 der 12 GründungsmitgliederInnen sind Schulsanis der Marienschule. Die Jugendgruppe ermöglicht den Sanis den Kontakt zur Gliederung, Kat-Schutz- und Betreuungsgruppe. So ist es auch möglich, an einzelnen Einsätzen (Wallfahrtsbetreuung, Martinszüge, Kinderkarneval,...) als Helfer teil zu nehmen und sich so schon auf eine Mitarbeit m Kat-Schutz ab dem 18. Geburtstag vorzubereiten. Auf Festen in und um Leverkusen stellen sie Malteser-Jugendlichen ihre Arbeit vor, wie hier zu sehen Nina beim Kinderfest in Leverkusen-Schlebusch 2017:

alt text (Foto: KStA, Britta Berg)




TEAM + KONTAKT

alt text Das sind wir - zumindest 2/3 von uns - im Dezember 2016.

Koordinationsteam

Das Koordinationsteam besteht aus vier SchülerInnen und Herrn Dr. Nolte (Betreuungslehrer, Erste-Hilfe-Ausbilder und "Leiter Schulsanitätsdienst" bei den Maltesern Leverkusen).
Diese kümmern sich um alle organisatorischen Aufgaben: die Erstellung von Dienstplänen und die Materialbeschaffung, die Koordination der Sanitätsdienste auf Veranstaltungen und die Planung von Fortbildungen.

alt text Das Koordinationsteam ab dem 2. Halbjahr Schuljahr 2016/17 v.l.n.r.: Franziska Hartnack (Stufe 10), Luis Möller (Stufe 11), Nina Wolff (Stufe 10), Svenja Zöll (Klasse 9), Dr. Matthias Nolte

Kontakt:

Schulsanitätsdienst der Marienschule Opladen

An St. Remigius 21

51371 Leverkusen

sanitaeter@marienschule.com




AKTIVITÄTEN


1.2.2017: Wir waren wieder mal im KISs der Uniklinik Köln

alt text

Voller Vorfreude, auf den bestimmt spannenden Tag, betrat ein großer Teil unserer Schulsanis zusammen mit Herrn Dr. Nolte das Kölner Interprofessionelle Skills Lab & Simulationszentrum, kurz KISS, auf dem Gelände der Kölner Universitätskliniken. Da einige bereits vor zwei Jahren schon einmal dort waren und entsprechend erzählt hatten, waren die Erwartungen sehr hoch.

Nach dem Empfang durch eine frisch gebackene Ärztin, ging es dann direkt in den "OP". In diesem Raum gab es alles was zum Simulieren einer OP von Nöten ist: Einen OP-Tisch, eine große Leuchte an der Decke und verspiegelte Scheiben an den Seiten, um ungestört betrachten zu können. Doch operiert haben wir nicht. Um dem folgenden Vortrag über Reanimation, also Wiederbelebung, gut folgen zu können waren aber auch Stühle bereit. Nach dem Vortrag wurde es dann praktisch. Mithilfe von Reanimationspuppen, AEDs (Laiendefibrilatoren) und Beatmungsbeuteln wurde das vorher besprochene noch einmal praktisch vertieft.

Doch nach der Frühstückspause ging es dann erst so richtig los: Die Mitarbeiter des KISSs machten es uns möglich mit Geräten zu arbeiten, welche sonst nur Profis in die Hand bekommen. Wir konnten Puppen intubieren (Erhaltung der Atmung durch Schlauch in der Luftröhre), intravenöse Zugänge legen und Blut abnehmen. Ein Highlight war eine Puppe, welche man mit einem Ultraschallgerät ausführlich untersuchen konnte.

Nach diesem sehr interessanten Besuch im KISS ging es dann noch für alle in die Eishalle. Es galt das unausgesprochene Motto "jeder fährt mit jedem", weshalb auch vorherige "Wackelkandidaten" Spaß am Eislaufen gefunden haben und sich mit fortgeschrittener Zeit immer sicherer fühlten.

Insgesamt ein wirklich spannender, interessanter und spaßiger Tag für unsere Schulsanis und Herrn Dr. Nolte.

Clarissa Kulisch, Svenja Zöll (Klasse 9c), Luis Möller (Stufe 11)


14./15.1.2017: Erweiterte Erste Hilfe Kurs bringt mehr Sicherheit für Sanis und ihre Patienten

alt text

Wieder einmal haben sich 15 Schulsanitäter, die im vergangenen Jahr ihren einführenden Erste Hilfe Kurs gemacht haben, getroffen, um im Rahmen der Erweiterten Erste Hilfe neue Methoden kennen zu lernen und bekannte zu festigen. Es war ein interessantes und lustiges Wochenende.


Wir blicken zurück auf ein erlebnisreiches Jahr.

alt text

Das Schuljubiläum mit dem Ehemaligenfest hat uns reichlich spannende Zusatzeinsätze beschert.
Ab Anfang 2017 werden uns fünf neue Sanis unterstützen. Herzlich willkommen, Clarissa, Erik, Janna, Lena und Lukas!


27.9.2016: Sanis informieren sich über Katastrophenschutz

alt text

Katastrophenschutz ist spätestens nach dem Aufruf, zu Hause wieder Essensvorräte zu lagern, wieder in aller Munde. Aber was ist eigentlich eine Katastrophe? Und was macht der Katastrophenschutz? Neun unserer Schulsanis informieren sich darüber bei den Maltesern Leverkusen.

Justus Westermann, Mitglied der Einsatzeinheit der Malteser Leverkusen stellte in einem kurzen Vortrag den Aufbau des Katastrophenschutzes in NRW vor. Dabei wurde klar, dass die aus Führungstrupp, Sanitäts-, Betreuungs- und Technikgruppe bestehende Einheit nicht nur bei Hochwassern oder anderen wetterbedingten Katastropheneinsätzen hilft, sondern auch bei all den Einsätzen, bei denen der Regelrettungsdienst der Stadt an seine Grenzen kommt: Karneval, bei Massenanfällen von Verletzten bei Schulunfällen oder Sportfesten bei großer Hitze.

Auf einem Rundgang durch die Wagenhalle zeigte uns Justus die Einsatzfahrzeuge der Malteser, im Detail den Notfallrettungswagen und den Gerätewagen Sanitätsdienst. Dieser wurde kurzerhand gleich mal auseinander genommen. Die enthaltenen Spineboards wurden dann für eine abschließende praktische Übung gleich mit ausgeladen.

alt text


21.5.2016: Schulsanitäter auf dem Malteser-Tag in der Leverkusener City

Am Samstag ging für neun SchulsanitäterInnen das Schwitzen weiter. Dieses Mal war die Sonne Schuld, die zur Mittagszeit auf dem Vorplatz des Rathauscenters schien. Auf dem Fest zum 60jährigen Bestehen der Malteser Leverkusen mischten sich die Schülerinnen und Schüler zusammen mit sechs Schulsanitätern der Astrid-Lindgren-Grundschule aus Mathildenhof unter die Besucher. Zum Lied „Staying alive“ holten sie mitgebrachte Reanimationspuppen aus der Tasche und zeigten die Wiederbelebung durch einen Ersthelfer. Im Anschluss demonstrierten sie noch die Herz-Lungen-Wiederbelebung unter Zuhilfenahme eines Automatischen Externen Defibrillatiors.

alt text


20.5.2016: Übung Massenanfall von Verletzten im Chemieraum

Ganz schön ins Schwitzen kamen unsere SchulsanitäterInnen an diesem Wochenende. Am Freitagnachmittag übten 23 Sanis die Versorgung einer großen Gruppe Verletzter: der alarmierte Funkdienst fand eine unübersichtliche Lage mit neun Verletzten im Chemieraum vor. Die hinzu gerufenen Sanitäter kümmerten sich um bewusstlose Personen, versorgten stark blutende Wunden und betreuten weniger stark verletzte Schüler. Eine Übung, die den Helfern den Schweiß auf die Stirn treten lies – so authentisch spielten die Darsteller.

alt text alt text alt text


19.1.2016: Schulsanis auf dem Weg zu Erste-Hilfe-Profis

alt text

Ganz schön bunt und wuselig war es am vergangenen Samstag in der Marienschule: Am Tag der offenen Tür war in allen Gängen und Räumen Aktivität. Um die Mittagszeit wurde es schlagartig ruhiger. Nur in Raum 403 ging es lebhaft weiter: 16 SchulsanitäterInnen aus den Stufen 9 bis 11 bildeten sich Samstag und Sonntag in erweitertet Erste-Hilfe fort. Beatmen mit einem Beutel, Blutzucker und Blutdruck messen, das Anlegen eines Stiff-Necks, das Erkennen besonderer Verletzungen und Behandlungen standen neben vielem Anderen auf dem Stundenplan. Im Anschluss an Theorieblöcke wurde ausführlich geübt. Hierbei ergänzte sich die Sanigruppe hervorragend. Mit viel Spaß wurden Geräte und Handgriffe ausprobiert. Herr Dr. Nolte freute sich über eine aktive Gruppe, die nun ihr neu erlerntes oder gefestigtes Wissen im täglichen Sanidienst beweisen kann. Nicht zuletzt auch in der Betreuung von 10 neuen Sanis, die zum 2. Halbjahr nach abgeschlossener Grundausbildung ihren Dienst im Saniraum aufgenommen haben.


Dezember 2015: Weckmannessen

Es ist inzwischen Tradition: unser Weckmannessen zu Weihnachten. Es ist auch immer eine Zeit, um Danke zu sagen: Danke, liebe Sanis, für euren Einsatz in 2014!

alt text


25.9.2015: Spendenlauf im Jubiläumsjahr 150 Jahre MSO

alt text

Und natürlich waren auch wir mit einem Sanitätszelt und mobilen Teams mit dabei. Zu tun hatten wir allerdings fast nichts. Schade für uns, gut jedoch für unsere Mitschüler!


17.6.2015: Sportfest

alt text

Die Sonne knallte erbarmungslos vom Himmel. Da war es nicht verwunderlich, dass viele Kühlpacks benötigt wurden. Nach der Hälfte der Zeit waren die vorhanden Packs warm, so dass wir kreativ sein mussten. Das war aber kein Problem, denn Handschuhe und kaltes Wasser hatten wir genug.


12.5.2015: Marienschule als Kulisse für Fallbeispieltraining

Da kann man ruhig mal genauer hingucken. Das dachte sich wohl auch ein älterer Herr, der mit seinem Ford Fiesta am Sonntag vor der Marienschule mitten auf der Fürstenbergstraße anhielt, um einen genauen Blick auf den Fuhrpark von Malteser-Fahrzeugen zu werfen, der auf dem Lehrerparkplatz stand.

alt text

Genau hingeguckt wurde auch in der Marienschule: Rund 40 Malteser aus Langenfeld führten ein Fallbeispieltraining im Rahmen ihres aktuell laufenden Notfallhelferkurses durch: Brandwunden nach Brand im Chemieraum, Fahrradsturz, Herzinfarkt eines Lehrers, Treppensturz nach Alkoholkonsum, Gewalt auf der Brücke, Unterzuckerung nach dem Sportunterricht oder eine Sportverletzung, all das waren Szenarien, in denen acht Gruppen der angehenden Notfallhelfer ihr erlerntes Wissen anwenden konnten - unter den strengen Augen ihres Gruppen- und des Stationsbetreuers. Nirgendwo lernt man so viel wie in "realen" Situationen. Und damit die Situationen so real wie möglich waren, dafür sorgten die Unfalldarsteller der Malteser Jugend Meckenheim, unterstützt u.a. auch von zwei unserer jüngsten Schulsanis.

alt text

Schön war zu sehen, wie die TeilneherInnen im Laufe des Tages immer routinierter agierten und die Tipps ihrer Betreuer schon in der nächsten Station direkt umzusetzen. Diese Erfahrung konnten auch zwei Teams unserer Schulsanitäter machen, die "außer Konkurrenz" teilnehmen und so Einsatzerfahrung sammeln konnten.


4.2.2015: Exkursion der Sanis ins KISs der Uniklinik Köln

Anfang Februar hatten alle Schulsanis unter der Leitung von Herrn Dr. Nolte die Möglichkeit, im KISs, dem Kölner interprofessionellen Skills Lab und Simulationszentrum der Uniklinik Köln, an einem Reanimationskurs teilzunehmen. Da die Sanis mit der allgemeinen Reanimation sehr gut vertraut waren, gestaltete sich der Hauptteil des Kurses recht kurz, aber die „take home“-Message, die wir immer und immer wieder wiederholt haben, „Drücken, drücken, drücken“ haben wir trotzdem mitbekommen.

alt text

In vielen Übungsphasen haben wir unser praktisches Können erweitert und konnten an den Reanimationspuppen des Uniklinikums unsere Fähigkeiten testen. So hatte unser sympathischer Kursleiter Alexander Tittel und seine zwei studentischen Hilfskräfte mehrere interessante Szenarien vorbereitet, die sehr wirklichkeitsnah waren. Nach einer kurzen Pause hatten wir auch noch die Möglichkeit, an einer 75.000 Euro teuren, sehr lebensechten Puppe eine komplette Reanimation mit einem echten Defibrillator zu üben und hatten viel Spaß dabei, die Puppe zu intubieren und mit Stromstößen zu traktieren.

alt text

Die medizininteressierten waren sehr von den vielen Möglichkeiten begeistert, die unser Kursleiter uns anbot. So durften wir nicht nur das Intubieren lernen, sondern auch Viggos (Venenkatheter) legen und intraossäre Zugänge (Zugang über den Knochen) an Modellen bohren. Wehmütig verabschiedeten wir uns gegen Mittag aus der Uniklinik und machten uns auf den Weg in den Lentpark um dort beim Eislaufen den gelungenen Ausflug zusammen ausklingen zu lassen.

alt text

Viktoria Mertin, Stufe 11


17./24.1.2015: Kurs Erweiterte-Erste-Hilfe

alt text

An zwei Samstagen im Januar fand dann noch der Kurs "Erweiterte-Erste-Hilfe" für die älteren Sanis auf dem Plan. Für die 10 TeilnehmerInnen ging es in Theorie und Praxis um eine detailliertere Untersuchung ihrer Patienten, vom Blutdruckmessen über den Body Check, die Messung des Blutzuckers bis hin zur Verwendung von Rettungshilfsmitteln wie z.B. Stiff Necks. Auch dieser Kurs war in diesem Jahr für Schulsanitäter kostenlos, dank der freundlichen Unterstützung der Malteser Leverkusen, in deren Namen auch die Erste-Hilfe-Kurse durchgeführt wurden.


2014: Ein Blick zurück

alt text

"Die haben alle schon einen RTW gerufen, nur ich nicht... !"
Für Außenstehende mag diese Aussage einer Schulsanitäterin komisch, ja befremdlich vorkommen. Sind Sanis ähnlich blutgeil wie Vampire? Nein, so ist es nicht und so ist auch die Aussage nicht zu verstehen.
"Sani sein" bedeutet auch immer im Zwiespalt zu leben, zwischen dem "Anwenden wollen" dessen, was man gelernt hat und dem Wohl der MitschülerInnen und Lehrer. Der Wunsch nach einen etwas "anspruchsvolleren Fall", als dem Pflasterkleben und Kühlpacks oder Kirschkernkissen-Verteilen im Saniraum, ist nur zu gut verständlich. Andererseits bedeutet ein solcher Einsatz auch immer, dass es einem anderen Menschen schlecht geht. Und das wünschen wir natürlich keinem!

Schön ist es aber dann immer wieder zu sehen, wenn ein Einsatz zur Zufriedenheit aller verläuft: Der Patient oder die Patientin wird sachgerecht versorgt und liebevoll betreut, LehrerInnen und Eltern werden beruhigt, und der Rettungsdienst alarmiert. Und wenn dann der Notarzt sogar noch das angefertigte Protokoll, die Übergabe und die Patientenversorgung lobt, da kann man ruhig (ein bischen) stolz sein. Dass ein Sani sich auch eine solche Herausforderung wünscht, ist dann zu verständlich.

Zählen solche Einsätze auch zu den "Highlights" unserer Sanis, so sind sie auch im Alltag im Saniraum immer wieder gefordert: für die Erste-Hilfe, als Tröster oder als Zuhörer, wenn es Probleme gibt. Ein offenes Ohr haben unsere Sanis und so konnte auch dieses Jahr so manches Problemchen durch Tipps oder dem kurzen Gespräch mit einem Lehrer geklärt werden.

Dass die Versorgungen innerhalb und außerhalb der Routine gut verlaufen, dafür üben unsere Sanis über das Jahr verteilt immer wieder. Gelernt wird durch Zuschauen bei den "alten Hasen", aber eben auch bei den diversen praktischen Übungseinheiten. Ohne die geht es nicht.

Danke für euren Einsatz in 2014!

M. Nolte


09.04.2014: Schulsanitäter werden Notfallhelfer

Sieben Schulsanis der Marienschule sind nun Notfallhelfer. An neun Terminen in den vergangenen drei Monaten lernten und übten sie Maßnahmen zur Versorgung von Notfallpatienten. Als First Responder sind sie nun noch besser in der Lage, Verletzte bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fachkundig zu versorgen. Zur Ausbildung gehörte auch ein Fallbeispieltraining, das an einem Sonntag in der Marienschule stattfand.!

alt text

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung an Vera-Lena, Lena, Susanna, Miriam, Viktoria, Kathrin und Moritz. Wir hoffen, dass ihr euer Wissen nicht so häufig in der Schule anwenden müsst. Es ist aber beruhigend zu wissen, dass ihr es könntet.


11.2.2014: Spendenübergabe: 2500 € für Projekt "Vertretungs-Erste-Hilfe"

Bei der Sparda-Spendenwahl 2013 belegten die Schulsanis Marienschule mit ihrem Projekt "Vertretungs-Erste-Hilfe" für die Klassen 5 und 6 den 51. Platz. Einen herzlichen Dank noch mal an alle, die im Internet mitgevotet haben.

Den Gewinn, eine Spende der Bank in Höhe von 2500 €, nahmen heute die Sanis Claudia Mainz (Stufe 12) und Moritz Wolter (Stufe 11), sowie Schulleiter Dieter Miedza und Herr Dr. Nolte in der Sparda-Bank-Filiale in Opladen entgegen. Nach einer kurzen Projektvorstellung durch Claudia überreichte Filialleiterin Christina Spermann zusammen mit Schuldezernent Marc Adomat Urkunde und Scheck.

Nun warten die Sanis aus der Oberstufe darauf, dass in den Klassen 5 und 6 Vertretungsbedarf besteht, um ihre (federführend von Claudia Mainz) selbst konzipierten Module zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Unterstufe zu testen. alt text


16.12.2013: Weihnachtsfeier mit Weckmann

alt text Schon wieder geht ein Jahr zu Ende. Es ist also Zeit für unseren traditionellen großen Weckmann. Wir wünschen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch und freuen uns, auch 2014 wieder für euch da zu sein.


19.11.2013: Exkursion zur Rettungsleitstelle Leverkusen

Bei unserer Ankunft auf der Rettungswache Süd in Leverkusen-Manfort wurden wir von Herrn Dr. Eichler, dem leitenden Notarzt der Stadt Leverkusen und Herrn Job, Koordinator Rettungsdienst, empfangen wurden. Nach einer kurzen Einführung über die Organisation des Rettungsdienstes in Leverkusen räumten wir einmal das neu angeschaffte Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) komplett aus.
alt text

Defibrillator, die Medikamentenkoffer, das Intubationsset und die Behandlungskoffer für Intoxikationen und Unfälle mit Kindern schauten wir uns genau an. Die gesamte Ausrüstung für die Behandlung von Erwachsenen ist in kleiner Größe auch für die Versorgung von Kindern nochmal im Fahrzeug. Da müssen Notarzt und Fahrer (ein Rettungsassistent) wirklich den Überblick behalten! Zusätzlich verfügt das Notarzteinsatzfahrzeug über einen Kühlschrank für Medikamente, um die Wirkungsweise dieser nicht durch die Außentemperatur zu beeinflussen. Im Anschluss schauten wir uns noch einen Rettungswagen von innen an.
alt text

Besonders interessant fanden wir die darauf folgende Demonstration des Reanimationsroboters „LUCAS 2“, den Moritz an der Puppe mit anlegen durfte. Diese Maschine ermöglicht es, einen reanimationspflichtigen Patienten über einen längeren Zeitraum zu reanimieren und dabei zu transportieren. Natürlich mussten wir vorab alle an die Puppe. Das Beherrschen der Herzdruckmassage ist mit das Wichtigste bei einem Ersthelfer. alt text

Überrascht waren wir, dass die mit am erfahrensten Mitarbeiter „Telefondienst“ machen. Geht ein Notruf ein, wird dieser von einem Mitarbeiter entgegen genommen. Dieser notiert die wichtigsten Informationen über den Einsatz und entscheidet, welche Rettungsmittel erforderlich sind. Naja, eigentlich macht er das gar nicht selber, sondern der Computer aufgrund der eingegebenen Informationen. Die letzte Entscheidung hat aber immer noch der Disponent.
alt text

Zum Abschluss bekamen wir noch eine Führung durch den Wagenpark der Feuerwehr mit Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF), Drehleiter, Tanklöschfahrzeug und Abrollcontainer für Massenanfall von Verletzten).

Alles in allem hat uns der Tag einen umfangreichen Einblick in das Rettungswesen in Leverkusen gegeben. Uns wurde aufgezeigt, wie wir unsere Arbeit als Schulsanitäter bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes weiter verbessern können. Schade eigentlich nur, dass der Rettungshubschrauber nach einem Einsatz in Steinbüchel dann doch nicht auf der Wache zwischengelandet ist. Den hätten wir uns natürlich auch gerne noch angeguckt.

Magdalene Rösner und Susanna Eicker (Stufe 11)


Dezember 2012: Fortbildung: Erweiterte Erste-Hilfe

Medizinisches Wissen neu erwerben, vertiefen und praktisch anwenden. Das ist Erweiterte Erste-Hilfe. 13 Sanis haben den Kurs gerade absolviert.
alt text


29.8.2012: Wenn Sanis das Wasser bis zum Hals steht

Als Sanitäter an der Marienschule kennt man auch schon mal brenzlige Situationen, wenn in einigen Pausen der Saniraum mal komplett belegt ist oder wenn auf Schulveranstaltungen ein Unfall passiert. Dann steht uns Sanis das Wasser manchmal wirklich bis zum Hals. Kurz nach den Sommerferien ist das allerdings ganz und gar nicht metaphorisch gemeint, sondern entspricht der Wahrheit. „Wie? Macht man als Sanitäter jetzt schon Wasserrettung oder wie?“, könnte so mancher denken. Nein, keine Sorge. Das Saniteam der Marienschule unternahm am 29. August ihren wohlverdienten Ausflug auf die Wupper. Zum Kanufahren.

Es begann am einem wunderschön klaren Mittwochmorgen, als sich fast alle Mitglieder des Sanitätsteams der Marienschule gut ausgerüstet auf den Weg zum Kanufahren machten. Ohne große Probleme meisterten wir die Busfahrt und ein winziges Stück Wanderei zum Startpunkt unserer Kanutour. Nach kurzem Warten trafen auch unsere Kanus ein. Eine nette Dame erklärte uns alle wichtigen Dinge, was eigentlich nicht nötig war, da sich die Mehrheit schon einmal in grauer Vorzeit aufs Wasser gewagt hatte und rüstete uns mit Schwimmwesten aus, für den Fall, dass jemand ungeschickter Weise doch kentern und im seichten Wasser der Wupper zu ertrinken drohen sollte. alt text

Schnell fanden sich auch drei Leute pro Kanu zusammen und dann ging es gemeinsam mit Marius und Phillip zwei Männern, die beim Kanuverleih arbeiteten und uns vor den größten Gefahren auf der Wupper beschützen sollten, aufs Wasser.

Mit der Strömung fuhren wir also die Wupper runter und Herr Dr. Nolte begann Fotos zu schießen, um ja kein Kentern zu versäumen. Und so gut man es sich auch vorgenommen hatte mitsamt seiner Besatzung nicht über Bord zu gehen, so wurde schon bald die Nachricht übers Wasser getragen, dass ein paar Sanis das Wasser bereits bis zum Hals steht, weil sie gekentert waren. alt text

Sonderlich schlimm war es sicherlich nicht, da das Wetter angenehm war und das Wasser der Wupper so als kleine Erfrischung diente. Auf halber Strecke machten wir Pause, tauschten uns über die bereits hinter uns liegende Strecke aus und überlegten, da wir eigentlich schneller paddelten als gedacht, ob denn der Grill schon bereit zum Würstchen-Bruzeln wäre, wenn wir wieder in der Schule ankämen. Nach dieser kleinen Verschnaufpause ging es zurück aufs Wasser und die letzten Meter wurden eingeläutet. Ab und an hörten die vorderen Kanuteams ganz mit dem Paddeln auf, um auch die letzten Kanus wieder ins Blickfeld zu bekommen und auf den letzten Metern wurde dann teilweise um den ersten Platz gekämpft aber wohlbehalten kamen dann doch alle an den vertrauten Wupperauen in Opladen an. Mehr der weniger trocken schaffte dann die ganze Mannschaft ihre Kanus aus dem Wasser und belächelte sich glücklich gegenseitig. „Das hat doch Spaß gemacht“, ließ es sich selbst von jenen vernehmen, die gekentert waren.

Zurück in der Schule war der erste Gedanke bei vielen sich erstmal in trockene Sachen zu werfen, denn selbst wer nicht ins Wasser gefallen war, hatte doch den ein oder anderen Spritzer erfrischendes Wupperwasser abbekommen. Nachdem nun alle umgezogen und die Mädchen nebenbei auch ihr Styling überprüft hatten, wurden schnell Tische und Bänke aufgebaut, um endlich mit dem Grillen zu beginnen. Da gab es Würstchen und Fleisch, Salat und frisches Brot und in vertrauter Atmosphäre fand der Ausflug des Sanitätsteams der Marienschule dann doch einen gemütlichen Ausklang im Schulgarten. alt text

Mit gestärktem Gemeinschaftsgefühl und schönen Erinnerungen stehen die Sanitäter wieder jeden Tag in der Schule bereit und kümmern sich um die kleinen und großen Patienten.

Catrin Englisch, Stufe 13


16.5.2012: Auch Sanis machen Abi(s) …

„Nein, ich bin nicht krank! Ich mache Sani-Dienst!“ Diesen Satz sagten Isabel Zylka, Jasmin Mainz und ihre zu Beginn sechs Mitstreiterinnen im Schuljahr 2008/09 mindestens einmal pro Tag, wenn sie in den großen Pausen im Saniraum auf „Kundschaft“ warteten. Inzwischen haben Schulsanitäter/innen ihren festen Platz im Schulleben der Marienschule Opladen und Fragen gibt es nur noch selten. Aus den sechs Ersthelfern sind inzwischen 23 geworden. Neben dem alltäglichen Pflasterkleben und Coolpack-Verteilen in den drei großen Pausen im Sanitätsraum sind die Schulsanitäter nun auch bei allen Schulveranstaltungen für die sanitätsdienstliche Versorgung verantwortlich: Theateraufführungen, Schulkonzerte, Wallfahrten, Schulkarneval, Sportfeste, Schulfeste, Spendenläufe, Empfänge und Feiern – überall dort, wo viele Marienschüler, ihre Eltern, Lehrer und weitere Gäste zusammen kommen, sind nun auch die Schulsanitäter in ihren weißen Polo-Shirts mit ihrem roten Rucksack zugegegen.

Die Koordination des Schulsanitätsdienstes der Marienschule liegt seit 2010 in den Händen der Schüler und eines Betreuungslehrers: drei Sanitäterinnen erstellen Dienstpläne, kümmern sich um das Vorhandensein von Materialien, machen die Einsatzplanungen für Veranstaltungen und sind Ansprechpartner nach innen und außen. Mit großem Engagement haben sie den Sanitätsdienst nicht nur etabliert, sondern ihn immer weiter ausgebaut und professionalisiert.

alt text

Auch Sanis machen einmal Abi(s). Das mussten wir an der Marienschule nun auch erfahren. Einige Sanis der ersten Stunde beenden gerade ihre Schullaufbahn, so auch Isabel Zylka (rechts mit Bild) und Jasmin Mainz (links mit Bild) aus dem Koordinationsteam. Schweren Herzens geben sie nun ihre Arbeit an Inga Dreger und Claudia Mainz (von links) ab, verbunden mit der Hoffnung, dass ihr „Baby“ Sanitätsdienst mit dem gleichem Verantwortungsbewusstsein weiter geführt wird. Schön in diesem Zusammenhang ist, dass Franziska Kluth (Mitte), die dritte im Bunde, den Sanis bis zu ihrem Abitur noch ein Jahr erhalten bleibt. So kann sie die beiden Nachfolgerinnen gut einarbeiten und mit ihnen zusammen die Zukunft planen. Ganz wird sicherlich auch der Kontakt zu Jasmin und Isabel nicht abreißen. Schließlich ist Claudia ja Jasmins Schwester. Isabel, derzeit als Rettungshelferin NRW beim Malteser Hilfsdienst in Langefeld aktiv, strebt ein Bundesfreiwilligenjahr als Malteser-Ausbilderin in Langenfeld an, so dass sie sicherlich auch immer mal in der Ausbildung von Ersthelfern an der Marienschule mithelfen wird.

M. Nolte


3.12.2010: Weckmannessen

alt text

Mit einem gemeinsamen Weckmannessen verabschieden die Sanis ein erlebnisreiches Jahr.
Als Überraschung gabs ein Sani-Poloshirt für jeden Sani. Jetzt kann man uns auch auf Veranstaltungen als Sanis erkennen.


18.9.2010: 2008,67 Euro - Danke für eure Stimmen

„Es klingt nicht sehr logisch, sich etwas anzuschaffen, von dem man hofft, es nie benutzen zu müssen.“, so lautet die erste Zeile des Artikels der Kirchenzeitung über den Schulsanitätsdienst der Marienschule.
Dieser Satz trifft es genau, was aber nicht heißt, dass diese Anschaffung nicht sinnvoll ist. Denn wir wollen eine AED (Laiendefibrilator) anschaffen und da hofft man nun mal, dass man ihn möglichst selten gebrauchen muss, aber im Ernstfall kann er Leben retten.
Da so ein AED ist nicht ganz billig ist und der Sanidienst kein eigenes Budget hat, kam uns die Spendenaktion „Nachbarschaftshilfe“ des Chemparks gerade recht. Über eine Internet-Seite konnte man sich anmelden. Und dann ging es los, denn jedes soziale Projekt musste Stimmen für sich sammeln. Aber wie bringt man hunderte von Schülern und Eltern dazu jeden Tag im Internet sein Stimme abzugeben? Mit vielen E-mails und noch mehr E-mails. Und das zwei Monate lang.
Und dann war es endlich so weit. Nach dem wir etwa zwei Wochen lang den ersten Platz belegt hatten, landeten wir am Ende auf einem guten zweiten Platz und so fuhren als Vertreter des Sani-Dienstes Herr Nolte, Jasmin und ich zur Spendenverleihung zum Sieger, dem SSV Lützenkirchen. Dort wurde jedes Projekt der Presse vorgestellt und Fotos gemacht.
alt text Da alle ersten fünf Plätze den gleichen Betrag bekamen, dürfen wir uns jetzt über 2008,67 € freuen und bald auch über ein AED. Außerdem möchten wir uns von dem Geld gerne einheitliche Poloshirts mit Aufdruck kaufen, damit wir im Dienst, auf Veranstaltungen und Sportfesten, gut und schnell zu erkennen sind.

Wir haben nun seit über 2 Jahren einen Sani-Dienst an unsere Schule. In jeder Pause sind mindestens zwei Sanis im Sani-Raum um bei Bedarf 1. Hilfe leisten zu können.
Um auch während der Unterrichtszeit helfen zu können, haben wir seit ca. 1 Jahr Funkgeräte mit im Unterricht. 4 solcher Geräte wurden uns vom belgischen Funkgerätehersteller TOPCOM für unsere Arbeit gespendet. Jetzt können uns die Sekretärinnen jederzeit anfunken, wenn etwas passiert. So können So können wir schnell Erste Hilfe leisten oder ein Kind betreuen während auf den Rettungsdienst gewartet wird oder bis es abgeholt wird. Damit werden sowohl das Sekretariat als auch die Lehrer entlastet, da sie ihren Unterricht fortführen können.
So schnell wird aus einem 1. Hilfe Kurs ein professioneller Sani-Dienst, was wir nicht zuletzt Herr Noltes Einsatz zu verdanken haben, der immer offen ist für unsere Ideen und alles in vielen Gesprächen, Telefonaten und Emails durchgebracht hat. Herzlichen Dank dafür, aber auch Danke an die Schulleitung die uns dieses Projekt erlaubt hat, und nicht zuletzt an Frau Bernardy und Frau Martin, die uns jeden Morgen aufs Neue den Saniraumschlüssel geben und uns im Notfall anfunken.
Danke natürlich auch an alle meine Sani- Kollegen, die einen hervorragenden Dienst leisten.

Isabel Zylka


19.3.2010: „Wer und was uns rettet“

alt text

Deutschland verfügt über ein gut organisiertes Rettungssystem. Binnen weniger Minuten ist ein Rettungsmittel in den meisten Regionen verfügbar. Aber welche Rettungsmittel gibt es, wie werden sie alarmiert und wie ist der Rettungsdienst überhaupt organisiert?
Das hat uns unser Sani Dominik erzählt, der ehrenamtlich beim DRK Langenfeld aktiv ist.
Darüber hinaus erfuhren wir, was der Unterschied zwischen Rettungshelfer, Sanitäter, Rettungssanitäter und Rettungsassistent ist, und wie man sich selber ehrenamtlich oder auch nach der Schule hauptamtlich im Rettungsdienst einbringen kann.
Dominik hat dann gleich noch einen Kollegen und einen Rettungswagen mitgebracht, den wir einmal komplett ausräumen durften. Geräte und Hilfsmittel konnten wir kennenlernen und z.T. sogar auszuprobieren.


Frühjahr 2009: Die Marienschule hat einen Schulsanitätsdienst

alt text Nun geht es endlich los! Nach einem Erste-Hilfe Kurs haben sich sechs Schülerinnen der Klasse 9 zusammen gefunden, um gemeinsam auch weiterhin Erste-Hilfe zu üben. Gleichzeitig möchten sie ihr Können auch der Sicherheit in der Marienschule zur Verfügung stellen:
Der Wunsch, einen Schulsanitätsdienst (SSD) an der Marienschule ins Leben zu rufen, war geboren. Noch musste und muss viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, dass ein solcher Dienst überhaupt nötig ist und hilfreich sein kann.

Immerhin: Jetzt geht es erstmal los mit Sanitätsdiensten im Sani-Raum (Raum 018) in den drei großen Pausen. Er wurde extra dafür neu hergerichtet.

Infos zu AG und Schulsanitätsdienst Jeweils zu Beginn eines Schuljahres werden im Rahmen der AG für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 (kostenlose) Kurse in „Medizinischer Erstversorgung mit Selbsthilfeinhalten“ angeboten. Die Bescheinigung (Lebensrettende Sofortmaßnahmen) wird für den Führerschein anerkannt. (Mit 5 € Zuzahlung kann auch ein Erste Hilfe Kurs bescheinigt werden (z.B. für Gruppenleiter (JuLeiCa), Trainer).
Für interessierte Absolventinnen und Absolventen dieser Kurse steht die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst offen: In Erster Hilfe aus- und fortgebildete Schülerinnen und Schüler leisten in den Pausen Erste Hilfe im Saniraum (018). Darüber hinaus stehen sie für sanitätsdienstliche Einsätze bei Schulveranstaltungen (Sportfest, Schulfest,…) zur Verfügung.




UNTERSTÜTZUNG

alt text
In den vergangenen Jahren konnten wir unsere materielle Ausstattung durch eine Reihe von (Privat-)Spenden und Zuwendungen entsprechend unseres Ausbildungsstandes nach und nach erweitern. Ein herzliches Dankeschön gilt deshalb

  • dem Malteser Hilfsdienst Leverkusen für die Ausbildung sowie logistische und materielle Unterstützung.
  • Dem Verein der Freunde und Förderer der Marienschule , der uns seit dem Schuljahr 2011/12 mit Geldern für Fortbildungen und T-Shirts unterstützt.
  • der Firma TOPCOM, die uns mit vier gespendeten Funkgeräten die Rufbereitschaft ermöglicht hat.
  • der DocMorris Apotheke, Kölner Str. 13 in Opladen, für ein Blutdruckmessgerät und die regelmäßige Versorgung mit Traubenzucker und „Pröbchen“.
  • Herrn Dr. Zylka (Arzt), der uns seinen privaten Notfallrucksack zur Verfügung gestellt hat, um ihn als Einsatztasche zu füllen.
  • Herrn Will (Rettungsassistent), der uns auch einen privaten Notfallrucksack gespendet hat.
  • dem Chempark Leverkusen , für die Spende aus dem Projekt Nachbarschaftshilfe, mit der wir einen Automatischen-Externen-Laien-Defibrillator und die ersten Sani T-Shirts anschaffen konnten.



PROJEKTE

REANIMATIONSTRAINING DER KLASSEN 7

Reanimation als Unterrichtsfach? Nicht als eigenständiges Schulfach, wohl aber, wenn es nach einer Empfehlung der Kultusministerkonferenz aus dem Sommer 2014 geht, als zwei-stündiges Unterrichtsmodul ab Klasse 7. In den skandinavischen Ländern und vielen US-Bundesstaaten ist dies bereits gängige Praxis, inzwischen auch schon in einigen deutschen Bundesländern. In NRW wird noch daran gearbeitet.

Grund genug, ein solches Reanimationstraining an der Marienschule einmal auszuprobieren. Möglich war dies, durch die tatkräftige Unterstützung von Prof. Dr. Peter Schwimmbeck, Chefarzt der Kardiologie des Klinikums Leverkusen und Dr. Joachim Eichhorn, Kinderkardio-loge und Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik des Klinikums. Zusammen mit ihnen plante Herr Dr. Nolte, der ehrenamtlich als Erste-Hilfe-Ausbilder für die Malteser Leverkusen aktiv ist, den Tag.

„Klack, klack, klack“ schallte es dann am Dienstag, 24.6., aus Raum 403. An kleinen Puppen übten immer zwei Schüler die Wiederbelebung eines Menschen. Wird das Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt, tritt schon nach wenigen Sekunden die Bewusstlosigkeit ein. Die Sauerstoffversorgung des Gehirns muss schnellst möglich wieder hergestellt werden, denn, wie die Schülerinnen und Schüler von Prof. Dr. Schwimmbeck, erfuhren, treten schon nach 5 Minuten ohne Sauerstoff bleibende Gehirnschäden auf, nach 10 Minuten ist der Mensch hirntot.

alt text

Selbst in einer Stadt wie Leverkusen ist dies jedoch der Zeitraum, den der Rettungsdienst benötigt, um den Patienten zu erreichen. Der früh einsetzenden Herzdruckmassage durch einen Ersthelfer kommt deshalb große Bedeutung zu.

Eine als Einstieg in das Wiederbelebungstraining gezeigte kleine Mr. Bean-Episode, in der sich der Komiker auf die ihm eigene Art an einer Reanimation versuchte, bot immer wieder Rückgriffsmöglichkeiten für die drei Kursleiter. Denn innerhalb von 60 Minuten sollten die Schülerinnen und Schüler alle lebensrettenden Handgriffe beherrschen – im Vergleich zu Mr. Bean dann aber richtig.

So stand zunächst einmal das Feststellen eines Herzstillstandes im Mittelpunkt: Ansprechen – Kopf überstrecken – Atemkontrolle. Die Schüler hatten viele Ideen, wie man das machen könnte, ergänzt durch ein paar „Profis“, die in einem Erste-Hilfe-Kurs schon gelernt hatten, wie es schnell und einfach geht. Anschließend stand der Notruf im Fokus, bevor Dr. Eich-horn, die Schülerinnen und Schüler in die Herzdruckmassage einführte: Druckpunkt, Druck-tiefe und die richtige Körperhaltung wurden präsentiert, bevor dann an Puppen in Zweier-teams ganz aktiv geübt wurde. Wer tief genug drückte, dessen Puppe gab ein Klack-Geräusch ab. Ganz schön schweißtreibend war das 5 cm tiefe Eindrücken des Brustkorbs. Der Zeitraum bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wird dann recht lang, wie die Schüler am eigenen Leibe erfuhren: über drei Liedlängen hinweg wurde auf „Staying alive“ oder Helene Fischers „Atemlos“ gedrückt. Das Klacken der Puppen folgte da dem Takt der Lieder, der so um die 100 Schläge pro Minute liegt – genau der gewünschten Druckfrequenz entsprechend. Das funktionierte jedoch nur, wenn sich die Schüler regelmäßig abwechselten.

alt text

Abschließend wurde dann noch einmal alles Erlernte praktisch zusammengefasst und zusätzlich noch der Einsatz eines Laien-Defibrillators (AED) geübt. „Der sagt einem ja alles, was man machen muss“ war die erstaunte Rückmeldung eines Schülers, der seine Mitschülerinnen bei dem Anlegen der Elektroden beobachtete.

Nach fünf Trainings in Folge zog Dr. Matthias Nolte ein positives Fazit des Tages: „Innerhalb von nur einer Stunde waren die Schülerinnen und Schüler in der Lage, einen Herzstillstand zügig zu erkennen, einen Notruf abzusetzen und eine sachgerechte Herzdruckmassage durchzuführen. Für die Jungen und Mädchen war es sicherlich ein Event. Wenn dieses aber dazu beiträgt, das Erlernte auf der Straße umzusetzen, hat unser Projekttag sein Ziel erreicht.“ Dieser Meinung schlossen sich auch die beiden Ärzte an.

Das Reanimationstraining für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 wird in Zukunft regelmäßig an der Marienschule durchgeführt - weiterhin in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Schwimmbeck und Herrn Dr. Eichhorn.

Aktionsbericht auf der Seite www.schuelerrettenleben.de



"VERTRETUNGS-ERSTE-HILFE" für die Klassen 5 + 6

alt text

Schon seit mehreren Jahren wurde von den Schüler/innen des Schulsanitätsdienstes angedacht, in den 5. Klassen einmal in einer Unterrichtsstunde den Schulsanitätsdienst in seinen Aufgaben vorzustellen und dieses mit ein paar praktischen Übungen zu ergänzen. In einzelnen Klassen hat eine solche Präsentation im Ansatz stattgefunden.
Im Schuljahr 2013/14 entwickelte sich daraus im Zusammenspiel mit Herrn Dr. Nolte die Idee, Erste-Hilfe im Vertretungsunterricht anzubieten und dieses zu implementieren. In der Erstellung des Curriculums und der Materialien für die einzelnen Module, setzen die planenden Schülerinnen und Schüler all ihre Kreativität ein. So sind nun die ersten 2 Module einsatzbereit: Schulsanitäter(m/w) aus der Oberstufe machen in Vertretungsstunden Übungen zur Ersten Hilfe mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 5 / 6.

Modul 1: "Helfen"
Modul 2: "Kreislauf"
Modul 3: "Wunden und Verbände"

Die Module sind so angelegt, dass sie in 45 Min. durchgeführt werden können.

Hat nun eine der Erprobungsstufenklassen eine Vertretungsstunde, die nicht von einem Fachlehrer, der in der Klasse unterrichtet, vertreten wird, so können die Vertretungsplaner prüfen, ob ein oder mehrere der ausgebildeten Schulsanis aus der Oberstufe ein Freistunde haben. Ist dies der Fall, übernehmen sie eigenständig die Vertretungsstunde. Beim ersten Einsatz in einer Klasse gibt es Modul 1, dann Modul 2 und dann Modul 3. Die Materialien liegen in Modulkisten verpackt bereit, so dass sie nur gegriffen werden müssen.

Ein Modul 4 zur "Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)" scheitert bisher an den Materialkosten.

Leider kann die Vertretungs-Erste-Hilfe* aktuell nur sehr eingeschränkt angeboten werden, da derzeit nur ein Schulsanitäter überhaupt Freistunden hat. Wir schulen aber aktuell weitere Sanis ab Klasse 9 in den Modulen und hoffen so bald auf "Besserung".